Ökologischer und damit ökonomischer

KfW-Förderung für Eisstadion

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Vom einstigen Fußballfeld ist nichts mehr übrig. Seit dreieinhalb Wochen wird an der Baustelle für das neue profitaugliche Eisstadion gearbeitet.

Kaufbeuren – Um für den Neubau des Eisstadions eine Förderung von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Sinne des KfW-55 Standards zu erhalten, muss die Bausumme auf knapp 23 Millionen Euro aufgestockt werden. Dies teilte Markus Pferner, Vorstandsvorsitzender des Kommunalunternehmen Eisstadion (KU) diese Woche mit.

Der Stadtrat beschloss in seiner jüngsten Sitzung im nichtöffentlichen Teil einstimmig, die Mitglieder des Verwaltungsrates und den Vorstand des KU zu beauftragen, einen Kredit bis zu einem Betrag von 7,3 Millionen Euro im Förderprogramm „IKU Energieeffizient bauen“ zu beantragen. 

Dieses Programm bietet Fördermöglichkeiten bei der Finanzierung im Bereich der Errichtung und Sanierung von Gebäuden der „kommunalen und sozialen Infrastruktur“ (IKU) einschließlich der Umsetzung von Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz. Dies bedeute laut Vorstand Helge Carl, „dass der voraussichtliche Jahresprimärenergiebedarf bei weniger als 55 Prozent des genormten Referenzgebäudes liegen muss – der sogenannte KfW-55 Standard“. 186.000 Euro muss das KU dafür einkalkulieren, damit im Bereich der Gastronomie- und Gymnastikräumeeine Pfosten-Riegel-Fassade inklusive Blendschutz eingebaut und LED-Beleuchtung flächendeckend eingesetzt wird. 

Nicht nur gestalterisch stelle laut Carl eine transparente Fassade im Gastronomiebereich eine erhebliche Verbesserung dar. „Darüber hinaus werden mit dieser Änderung und weiteren Einsparungen gegenüber der Entwurfsplanung die Betriebskosten reduziert“, so Pferner. 

Außerdem stünden der Erhöhung Fördermittelrückflüsse gegenüber, und zwar in Form eines zinsverbilligten Darlehens von bis zu rund 7,3 Millionen Euro. Dies laufe bei einem Prozent Zins bis zu 30 Jahre. Das Förderprogramm bietet laut Pferner insbesondere durch einen Tilgungszuschuss von bis zu 366.000 Euro die Möglichkeit, die Mehrkosten wieder einzuspielen, Betriebskosten zu senken und am Ende „sogar ein dickes Plus zu verbuchen“. „Dies stellt eine grundsätzliche Verbesserung zu den sonst üblichen Konditionen dar“, so Pferner, und damit sei die Inanspruchnahme dieser Fördermöglichkeit „in jedem Fall wirtschaftlich“, da die Mittelrückflüsse die Mehrkosten deutlich kompensierten.“ 

„Diese Chance sollten wir uns nicht entgehen lassen“, lautete das Fazit von Oberbürgermeister Stefan Bosse. Dieser Meinung war auch der Stadtrat, der den Auftrag erteilte. Die Fertigstellung ist für Mitte 2017 vorgesehen, denn das alte Stadion darf nur bis Sommer 2017 genutzt werden.

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