Neues praxisorientiertes Projekt an der Gustav-Leutelt-Schule

Neugablonz-Aufkleber

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Leonie Seif und Benjamin Buhrow präsentieren stolz die von ihnen mitentworfenen Neugablonz-Aufkleber.

Kaufbeuren-Neugablonz – Praxisorientierte Berufsvorbereitung hat an der Gustav-Leutelt-Schule (GLS) in Neugablonz bereits eine lange Tradition. Hier hat die GLS außerdem eine Vorreiterstellung durch ihre zusätzlichen Kleinprojekte „zur Förderung und Herausforderung von Talenten“, bei denen die Schüler unter fachkundiger Anleitung erleben, „wie etwas fertig wird“.

Für das von Manuela Gareiß geleitete Projekt „Gesund ist cool!“ hat die GLS sogar Ende September einen der vier mit insgesamt bis zu 3000 Euro dotierten Umweltpreise 2018 der Stadt Kaufbeuren erhalten (wobei das Preisgeld noch aussteht). Nun kann die „projekterprobte“ Klasse 8b von Gareiß das Ergebnis eines weiteren derartigen berufsbezogenen Mikroprojekts vorstellen: einen Neugablonz-Aufkleber.

Der Auftrag von Schulleiter Frank Hortig für das Mikroprojekt Werbegrafik hatte lapidar gelautet „gestaltet einen Souvenir-Aufkleber für Neugablonz“. Unter der Anleitung des Grafikdesigners Andreas Lengl wurden fünf in dieser Richtung begabte Schülerinnen und Schüler zum Brainstorming „drei Tage lang in einen Raum gesperrt“. „Die Tür war natürlich offen!“, betont Schulleiter Hortig. Lengl, der mit einer anderen Projektgruppe 2016 auch das aktuelle GLS-Logo gestaltet hatte, zeigte den Schülern zunächst Beispiel-Bilder von Aufklebern und Bilder von Neugablonz-Sehenswürdigkeiten zur Inspiration, dann wurden die ersten Entwürfe gezeichnet.

Die Klasse 8b der Gustav-Leutelt-Mittelschule mit den neuen Neugablonz-Aufklebern. Rechts Lehrerin Manuela Gareiß, vorn zwei der fünf Entwerfer, Benjamin Buhrow und Leonie Seif.

Zehn standen dann zur Auswahl, und da jeder gerne „seinen“ Entwurf umgesetzt sehen wollte, fanden zu guter Letzt alle Ideen ihren Platz auf dem Endergebnis: Der Rüdiger, das Wahrzeichen von Neugablonz, der Neugablonz-Schriftzug, der Apfelbaum vom Kreisel und vom Gablonz-Wappen, der Blick auf die Zugspitze von der südlichen Sudetenstraße vor einem rotgoldenen Sonnenuntergang, ein VW-Käfer, symbolträchtig sowohl für Neugablonz durch seinen Schöpfer Ferdinand Porsche als auch für die GLS selbst aus einem früheren Projekt, das Wappen von Kaufbeuren und schließlich die weiß-blauen bayerischen Rauten. Auch in der Farbwahl dominiert der Symbolgehalt: Die Kaufbeurer Stadtfarben wiederholen sich im Sonnenuntergang und im VW, die bayerischen Farben kehren im Zugspitzmotiv wieder, der Apfelbaum mit seinen roten Äpfeln im grünen Laub verbindet die Kaufbeurer Farben mit dem Neugablonz-Schriftzug in den Fahnen-Farben Grün und Weiß. Insgesamt ist ein farbenfroher, auffälliger „Hingucker“ entstanden. „Es sollte schön aussehen“, meinte Benjamin Buhrow, einer der fünf Entwerfer, von denen einer die Schule inzwischen verlassen hat und zwei beim Pressetermin krank waren.

Von der Stadt hat die Schule für die Wiedergabe des Stadtwappens die rechtliche Freigabe eingeholt sowie finanzielle Unterstützung für das ganze Projekt. Der witterungs- und UV-beständige Aufkleber wurde in einer Auflage von 450 Stück gedruckt und ist im Neugablonzer Bürgerbüro, beim Stadtmarketing in Kaufbeuren, in der Buchhandlung Menzel und beim Käsmichel gegen eine Spende zugunsten der GLS ab zwei Euro erhältlich.

von Ingrid Zasche

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