Vorausschauende Planung

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Im Zuge der Sanierungsarbeiten an der Realschule sollen ab 2018 auch die Außenbereiche neu gestaltet werden. Änderungen am angrenzenden Vorplatz zum Friedhof Nikolausberg will man rechtzeitig planen und dann voraussichtlich 2019 realisieren.

Obergünzburg – Dass man in seiner Zeitplanung weit voraus sein kann, zeigt der Marktrat wieder mal in seiner letzten Sitzung. Obwohl die Außenarbeiten bei der Grundsanierung der Realschule erst für 2018 geplant sind, macht sich der Marktrat jetzt schon Gedanken um die Neugestaltung des angrenzenden Friedhofsvorplatzes Nikolausberg für 2019. Außerdem wurden wichtige Entscheidungen im Projekt „Käserei“ Ebersbach beschlossen.

Im Zuge der Außenarbeiten an der Realschule will man eine Neugestaltung des Vorplatzes zum Friedhof am Nikolausberg, insbesondere auch für die Anordnung der Parkplätze, vornehmen. Dazu erläuterten Tim Schneider und Oliver Daeges vom Ingenieurbüro Daeges den Markträten einige Ideen, Eckpunkte und die Rahmenbedingungen: „Die Grundstückssituation im Bereich hinter der Turnhalle ist schwierig. Oft kommt es durch ,Wildparker‘ zu Behinderungen der Schulbusse am Wendehammer“. Obwohl einerseits großzügige Flächen für die Feuerwehrumfahrung bereit stünden, bliebe bisher wenig Platz für den Friedhofs­eingang. Schneider stellte mehrere Ideen vor, beispielsweise eine ebene Fläche mit Sitzmöglichkeiten um einen Baum vor dem Eingang oder eine Version mit leicht erhöhtem Podest um den Baum. Erster Bürgermeister Lars Leveringhaus forderte: „Durch die Neugestaltung sollen es zehn bis zwölf Parkplätze mehr werden“. Er freute sich abschließend, das Projekt Neugestaltung Friedhofsvorplatz nun ohne Zeitdruck, aber schon mit konkreten Schritten, wachsen zu lassen.

Grünes Licht für neues Betriebsgebäude Käserei

In einem zeitaufwändigen Beschlussverfahren wurden die Aufstellungen für die Änderungen des Flächennutzungsplanes und des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes gebilligt und somit die Weichen für den nächsten Abschnitt im Projekt neues Betriebsgebäude „Käserei“ Ebersbach gestellt. Thomas Haag, Inhaber von abtplan, dem beauftragten Büro für kommunale Entwicklung, leitete das Verfahren.

Mehr als 17 Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange mussten gehört werden und waren zur schriftlichen Stellungnahme aufgefordert worden. Eine Reihe von Einrichtungen und Behörden, angefangen von der Handwerkskammer Schwaben über das Wasserwirtschaftsamt und das Bauamt Kempten bis hin zum Bayerischen Bauernverband äußerten keine Einwände.

Andere Behörden, die nach den geltenden Vorschriften ebenfalls an der Planung zu beteiligen waren, lieferten Stellungnahmen mit kleinen Ergänzungen. So betonte die Deutsche Telekom, dass der Bestand und der Betrieb der Telekommunikationsanlagen weiterhin gewährleistet sein müssten. Die Untere Bodenschutzbehörde im Landratsamt Ostallgäu stellte nach Überprüfung keine altlastverdächtigen Ablagerungen fest und forderte, die Versiegelung des Bodens gering zu halten. Zum Thema Einzelhandelsgroßprojekte äußerte die Regierung von Schwaben keine Bedenken zum Bebauungsplan, da die geplante Verkaufsstelle von deutlich untergeordneter Nutzung im Zusammenhang mit der Käserei stehe.

Beim Bebauungsplan entschied sich der Marktrat gegen eine Querungshilfe für Fußgänger und Radfahrer und wollte dies erst zu einem späteren Zeitpunkt in Betracht ziehen. Auch wurde vom Marktrat die Stellungnahme eines Anliegers, der durch den Bau der Molkerei die Ursprünglichkeit der durch alte Bauernhöfe geprägten Ortsrandlage gefährdet sah, zur Kenntnis genommen und abgewogen.

Nach ausführlicher Diskussion billigte der Marktrat einstimmig die geplanten Aufstellungen. Weiter geht es nun voraussichtlich in der Sitzung am 7. April.

von Wolfgang Krusche

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