Obergünzburger Bürger engagieren sich für soziale Zwecke

Soziales Engagement für Jung und Alt

+
Für die Belange der Obergünzburger Jugendlichen im Einsatz: Marlene Heinold (v. li. Jugendvertreterin), Susanne Reiter (Leiterin Jugendtreff „Alte Woag“), Stefan Sörgel (Jugendvertreter), Franziska Müller, Luis Schillroth, Alexandra Wirth, Fabian Wirth, Elena Kohlhund, Valentin Heisler, Susanne Ratzke, Izel Taskin und Leo Wrba (alle Jugendforum). Es fehlt: Anja Albrecht.

Obergünzburg – Soziales Engagement wird in der Marktgemeinde Obergünzburg groß geschrieben. Auf der Marktgemeinderatssitzung vergangene Woche wurden die neugewählten Mitglieder des Jugendforums Obergünzburg von Bürgermeister Lars Leveringhaus vereidigt.

Neuer Jugendvertreter ist Stefan Sörgel. Darüber hinaus genehmigte der Marktrat die Einrichtung einer Kontaktstelle für Demenzhilfe. 

Elf Personen zählt das neu gewählte Jugendforum Obergünzburg, dessen Mitglieder am vergangenen Dienstag von Bürgermeister Lars Leveringhaus vereidigt wurden. Leveringhaus wies die Jugendlichen auf ihre Pflichten hin, aber auch auf ihr Recht, vor dem Marktrat sprechen zu dürfen. Als Vertreter der Obergünzburger Jugendlichen werden sie sich gemeinsam mit dem neuen Jugendvertreter Stefan Sörgel und seiner Stellvertreterin Marlene Heinold in den nächsten zwei Jahren für die Belange der Jugendlichen vor Ort einsetzen. 

Als Jugendvertreter sei Sörgel laut Leveringhaus bei Fragen, die die Jugend betreffen, der erste Ansprechpartner für die Gemeinde. Eine Aufgabe, die Sörgel gerne annehme und die für ihn eigentlich nichts ganz Neues ist. In der Vergangenheit hat er sich bereits in der Eltern-Kind-Arbeit in Obergünzburg eingebracht und in diesem Rahmen viele Gespräche mit Kindern und Eltern geführt. „Ich möchte den Jugendlichen zuhören, schauen, was sie in Obergünzburg brauchen und gemeinsam mit den Jugendlichen Ideen entwickeln.“ Aber auch bei Fragen und Problemen wie beispielsweise bei der Lehrstellensuche wolle er Ansprechpartner für die Jugendlichen sein und ihnen helfend unter die Arme greifen. 

Auch im Hinblick auf die Belange ihrer älteren Mitmenschen sind die Obergünzburger Bürger aktiv. Auf Initiative von Wilhelm Weinbrenner ist in Obergünzburg in den vergangenen Jahren ein Netzwerk entstanden, das für Demenzkranke und pflegende Angehörige eine wichtige Anlaufstelle bei Anliegen, Schwierigkeiten und Fragen rund um die Krankheit, Pflege und Betreuung geworden ist. Zwei Jahre lang ist das Projekt gereift, nun ist die Einrichtung einer „Kontaktstelle Demenzhilfe“ in Obergünzburg beantragt und von der Gemeinde genehmigt worden. Dank dem Einsatz vieler Helfer sei Obergünzburg mit seinem Seniorenkonzept „federführend im Ostallgäu“, so Leveringhaus. 

Mit der Einrichtung der Kontaktstelle wolle man laut Stephan Vogt vom Verein Fami- liengesundheit 21 e.V. Angebotslücken im Bereich der Demenzhilfe „entdecken und schließen“. Als Kooperationspartner der Allgäu GmbH bietet die „Kontaktstelle Demenzhilfe Allgäu“ in Obergünzburg für Obergünzburger und Bürger aus den umliegenden Gemeinden ein Angebot nach festgelegten Kriterien an. Wichtige Bausteine sind hier laut Gudrun Rauch, Koordinatorin der Projektgruppe „Menschen mit Demenz“, der von den Pflegekassen anerkannte „häusliche Besuchsdienst“, „aufsuchende Beratung“ und „Schulungen“ für Demenzbegleiter und pflegende Angehörige aber auch die „Bewusstseinsbildung in der Gemeinde“, beispielsweise durch Vorträge oder gemeinsame Nachmittage. Vogt betrachtet die Einrichtung der Kontaktstelle als enorme Bereicherung für Obergünzburg: „Das Thema Demenz geht nahezu jede Familie etwas an.“ von Sabrina Hartmann

Auch interessant

Meistgelesen

Festzug mit Hindernissen
Festzug mit Hindernissen
Silikon entzündet sich
Silikon entzündet sich
Stadt in festlichem Gewand
Stadt in festlichem Gewand
Drei Tote bei Autounfall bei Kaltental
Drei Tote bei Autounfall bei Kaltental

Kommentare