Blick zurück und nach vorne

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Beim gut besuchten Neujahrsempfang des Deutschen Gewerkschaftsbundes Kaufbeuren hielt die verdi-Landesgeschäftsführerin Luise Klemens die Neujahrsansprache.

Kaufbeuren – „Ich wünsche Ihnen ein friedfertiges Jahr 2016 – machen Sie persönlich einen Anfang – und lassen Sie uns Brücken bauen und nicht Bombenteppiche legen“. Diese mahnenden Worte richtete der Ortsvorsitzende des DGB Paul Meichelböck an die Anwesenden beim gut besuchten Neujahrsempfang des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Kaufbeuren.

Neben zahlreichen Ehrengästen, wie Oberbürgermeister Stefan Bosse und Ehren-OB Rudolf Krause, konnte der Ortsvorsitzende eine ganze Reihe Kollegen der Gewerkschaften und im Besonderen die diesjährige Referentin Luise Klemens, verdi-Landesgeschäftsführerin Bayerns, begrüßen.

Pascal Lechler von der Arbeiter-Wohlfahrt Kaufbeuren, in seiner Eigenschaft als Gastgeber, bedauerte in seinem Grußwort, dass der Neujahrsempfang 2016 letztmalig in den Räumlichkeiten der AWO-Begegnungsstätte in der Hauberisserstraße stattfinden könne, da die Stadtverwaltung aus „allen Nähten platze“ und zusätzliche Büroräume benötige. Auch OB Bosse bedauerte diese Tatsache, versprach aber, für entsprechenden Ersatz zu sorgen.

In seinem Rückblick konnte er mit einem gewissen Stolz darauf hinweisen, dass man das Flüchtlingsproblem gut in den Griff bekommen habe. Auch beim Klinikum, dem einstigen „Sorgenkind“, sei man mittlerweile auf einem „guten Weg“ und für eine dauerhafte Lösung hinsichtlich des Fliegerhorstes könne man zwischenzeitlich optimistischer in die Zukunft blicken. Mit der Mahnung, alles zu tun, um den inneren Frieden in „unserer Stadt“ zu erhalten und dieses Vorhaben nie aus den Augen zu verlieren, schloss Kaufbeurens Stadtoberhaupt seine Ausführungen.

Sowohl Paul Meichelböck als auch Luise Klemens gingen in ihren Ansprachen rückblickend auf gewerkschaftliche Schwerpunkte des vergangenen Jahres – wie etwa die Umsetzung des Mindestlohnes und eine erfolgreiche Tarifpolitik – etwas näher ein und richteten den Blick auch in die nahe Zukunft. So gebe es für 2016 eine ganze Reihe erstrebenswerter Ziele. Der nicht abreißende Flüchtlingsstrom müsse humanitär gelöst werden, aber auch weitere Verbesserungen beim Mindestlohn und den Renten, sowie Gegenmaßnahmen zur Bekämpfung der Altersarmut stünden „ganz oben an“.

Es warte sehr viel Arbeit, „aber als starke gesellschaftliche Kraft werden wir gemeinsam diese Herausforderungen schaffen“, so Luise Klemens zum Abschluss ihrer Neujahrsansprache, an die sich ein gemütliches Beisammensein mit einem Weißwurstessen anschloss.

von Klaus-Dieter Körber

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