Klare Standortbestimmung

Eine Region mit Chancen

+
„Nur ein wirtschaftlich starkes Land kann auch sozial sein“, sagte der Vorsitzende und MdB Stephan Stracke auf dem Neujahrsempfang der Kaufbeurer CSU. Foto: Becker

Kaufbeuren – Beim diesjährigen Neujahrsempfang des CSU-Ortsverbandes Kaufbeuren konnte dessen Ortsvorsitzender und MdB Stephan Stracke rund 170 Gäste begrüßen. Wie jedes Jahr nutzten Veranstalter und Gäste die traditionelle Veranstaltung sowohl für einen Rück- und Ausblick als auch zum Meinungsaustausch untereinander.

Der Vorsitzende stellte das Erreichte in den Vordergrund und stimmte die Gäste auf die künftigen Herausforderungen ein: „Wir sind eine Region mit großartigen Chancen und reichhaltiger Kultur, die gilt es zu nutzen“, sagte Stracke. Oberbürgermeister Stefan Bosse ging in seinen Ausführungen neben Erfolgen auch auf lokale Problemfelder ein. Dabei hatte er insbesondere die Situation der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren im Blick.„Ich freue mich sehr, dass Sie sich alle Zeit genommen haben und hierher gekommen sind, um ins Gespräch zu kommen“, sagte Stephan Stracke zu Beginn seiner Ansprache. Er stellte das Ergebnis einer Umfrage des Bayerischen Rundfunks nach der Zufriedenheit der Menschen im Freistaat an den Anfang seiner Ausführungen. Dabei hätten 98 Prozent der Befragten angegeben, gerne in Bayern zu leben. Darin drücke sich das bayerische Lebensgefühl nicht nur der im Freistaat Geborenen, sondern auch der aus anderen Landesteilen Hinzugezogenen aus. Dies sei ein Verdienst aller Kräfte, ob in Funktionen oder ehrenamtlich, die sich in hohem Maße in allen gesellschaftlichen Bereichen engagieren. „Wenn wir gemeinsam immer wieder ein Ziel ins Auge nehmen und konsequent verfolgen, dann erreichen wir viel für Kaufbeuren und die ganze Region“, sagte Stracke.Der Kaufbeurer Bundestagsabgeordnete unterstrich die positive Wirtschafts- und Finanzkraft Bayerns mit hoher Beschäftigungs- und niedriger Jugendarbeitslosenquote und stellte fest: „Nur ein wirtschaftlich starkes Land kann auch sozial sein!“ Auf Bundesebene gebe es allerdings noch viel zu tun. Er nannte beispielhaft eine lebhafte Diskussion über die zukünftige Rentenpolitik und eine zwingend notwendige Unterstützung der energetischen Gebäudesanierung im Bereich Energiewende. Beim Verkehr müsse das Schienen- und Straßennetz weiter verbessert werden. Für die Region sei der B12-Ausbau ein großes Ziel, das jede Anstrengung lohne.Blick in die StadtOberbürgermeister Stefan Bosse stellte 2013 unter das Motto „Jahr der Chancen“. Bezug nehmend auf Projekte wie beispielsweise das bald fertige Stadt-Museum, den abgeschlossenen Umbau des Krankenhauses oder auch die Ansiedlung von HAWE gebe es dieses Jahr zwar Grund zur Freude, aber es sei noch genug zu tun. „Doch der Reiz liegt im Kampf um die Dinge und man muss schneller sein als andere“, so das Statement der Stadtspitze. Er streifte bekannte Themen wie den Bau des Kaufbeurer Bahnhofs, den noch in der Ferne liegenden Bahnhalt Neugablonz oder die Möglichkeiten, durch Konversionsmittel hohe Zuschüsse für eine Nachfolgenutzung der Bundeswehr zu bekommen. Das Projekt Reifträgerweg könne nach 35 Jahren nun endlich abgehakt werden. Für die Situation des Eisstadions gebe es keine rechtliche, jedoch eine moralische Verpflichtung, die auch von einer großen Mehrheit mitgetragen werde. „Aber wir brauchen eine schnelle Lösung, kein Wolkenkuckucksheim“, forderte Bosse.KU KlinikenDie Situation mit dem Kommunalunternehmen (KU) Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren be- zeichnete der OB als „größtes Haushaltsrisiko“. In diesem Zusammenhang richtete Bosse einen eindringlichen Appell an den Kreistag hinsichtlich der getroffenen Defizit-Vereinbarung zwischen Stadt und Landkreis, da sich offensichtlich Zweifel an der Absprache mehrten und das Abkommen unter Umständen zur Disposition gestellt werden könne. Mit Blick auf die anwesenden Bürgermeister der Nachbargemeinden sagte Bosse: „Das, liebe Kollegen, dürft ihr nicht machen!“ Man könne einen Partner nicht auf einen nunmehr acht Monate währenden Weg mitnehmen, der auf Grundlage der Vereinbarung vielen Dingen zugestimmt habe, jetzt aber die Absprache ablehnen. „Das können und werden wir uns nicht gefallen lassen und das können wir uns auch nicht leisten“, schloss das Stadtoberhaupt. Wolfgang Becker wb

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Kaufbeuren
Babys der Woche im Klinikum Kaufbeuren
Frauen in der Leitungsebene
Frauen in der Leitungsebene
Betrüger auf frischer Tat festgenommen
Betrüger auf frischer Tat festgenommen
Solider Haushalt ohne Schulden
Solider Haushalt ohne Schulden

Kommentare