Nicht nur sauber, sondern rein

Zum vierten Mal hatte die staatliche Technikerschule für Hauswirtschaft und Ernährung vergangenen Freitag zu einem TS-Kongress geladen, diesmal zum Thema „Hygienemanagement im Großhaushalt“. Angesprochen waren hier vor allem Fach- und Führungskräfte aus dem hauswirtschaftlichen Bereich, aber auch alle anderen Interessierten. Mehr als 350 Besucher waren der Einladung gefolgt. Bei den elf Fachvorträgen dozierten hauptsächlich Lehrer der Schule, aber auch Experten von außerhalb wie zum Beispiel Dietmar Pfennig von der gleichnamigen Firma für Reinigungstechnik oder Dr. Valentin Sauerer von der Landesanstalt für Landwirtschaft in Kempten.

Themen waren unter anderem „Hygienemanagement in der Praxis“ oder „Hygienische Wäscheaufbereitung“. An den Ständen erklärten Vertreter namhafter Unternehmen aus dem Reinigungsgeräte- und Putzmittelbereich, auf was es bei der professionellen Hygiene ankommt. Die Studierenden übernahmen die Infoveranstaltungen. So erfuhren die Zuschauer viel Nützliches über Trinkwasserhygiene, die Organisation von Erste-Hilfe-Maßnahmen oder die korrekte Händedesinfektion. „Das Problem ist oft, dass diese Maßnahmen beiläufig durchgeführt werden. Es ist aber von großer Bedeutung, die Problemstellen zu kennen“, betont Schulleiterin Elisabeth Hiepp. Bei den Händen werden zum Beispiel oft die Fingerzwischenräume und -spitzen vergessen. Dies kann unangenehme Folgen haben, wie Hiepp aufzeigt: „Leider hört man immer wieder von Infektionen in Heimen oder Großküchen, die von Keimen wie zum Beispiel Norovieren ausgelöst wurden. Genau solche Vorfälle können aber durch die richtige Desinfektion vermieden werden.“ Nach so viel Information über das richtige Hygienebewusstsein konnte man sich das extra vorbereitete Buffet in der Kantine natürlich mit gutem Gefühl schmecken lassen. Auch hier hatten die Schüler viel Zeit und Engagement in Vorbereitung und Service gesteckt. Elisabeth Hiepp kann also mit Recht „sehr stolz“ auf ihre Schüler sein. Auf der Technikerschule kann übrigens der Abschluss „Staatlich geprüfte/r Techniker/in für Hauswirtschaft und Ernährung“ erworben werden. Die Ausbildung dauert je nach Vorbildung zwischen einem und drei Jahren, für Studierende von Außerhalb steht ein Schülerwohnheim zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es auf www. technikerschule-kaufbeuren.bayern. de.

Meistgelesen

Eiskalt durch den Dreck
Eiskalt durch den Dreck
Babys der Woche im Klinikum Kaufbeuren
Babys der Woche im Klinikum Kaufbeuren
Hat der Standort Kaufbeuren eine Chance?
Hat der Standort Kaufbeuren eine Chance?
Frauen in der Leitungsebene
Frauen in der Leitungsebene

Kommentare