Kreisbote verlost zehn Exemplare

Kommissar Weinzirl ist zurück

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Nicola Förg hat 18 Kriminalromane verfasst, an zahlreichen Krimi-Anthologien mitgewirkt und 2015 einen Islandroman veröffentlicht. Die gebürtige Oberallgäuerin, die in München Germanistik und Geografie studiert hat, lebt mit Familie und zahlreichen Tieren in Prem am Lech.

Bestsellerautorin Nicola Förg und ihr Kultkommissar Gerhard Weinzirl haben die Leserinnen und Leser auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Fast vier Jahre mussten die Fans auf den neuen kniffligen Fall zwischen Forggensee und Lechgestaden warten. Nun ist es endlich soweit. Weinzirl ist zurück und feiert zudem noch ein Dienstjubiläum: „Heimatherz“ ist der zehnte Fall für den beliebten Kommissar, der 2002 im Krimi „Schussfahrt“ seinen ersten Auftritt hatte.

Seitdem hat er hunderttausende Leserinnen und Leser mit der ihm eigenen Mischung aus eigenbrötlerischer Bodenständigkeit, Understatement und augenzwinkerndem Humor unterhalten. Dass er es in seinem Jubiläumsfall mit einem besonders kniffligen Verbrechen zu tun bekommt, ist Ehrensache. „Auf Lesungen mit meiner zweiten Serie rund um die beiden Garmischer Kommissarinnen wurde ich oft gefragt, ob der Weinzirl schon in Rente wäre“, lacht Förg. „Ist er natürlich nicht, mit knapp 50 muss er wohl noch arbeiten. Für mich war es wichtig, eine Geschichte aufzuspüren, die Weinzirl auf den Leib geschrieben ist und die mich auch in den Bann zieht. Initialzündung war wieder eine Lesung in Franken, im Erlebniskaufhaus Wigner, wo es diese Zentangle Ausmalbücher zuhauf gab. Und wie mein Kommissar war auch ich Landei (lacht) verblüfft, was das für ein Hype ist.“

Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf: Eine renommierte Gestalterin von Malbüchern für Erwachsene liegt tot auf einer Kiesbank der Litzauer Schleife am Lech. Malbücher für Erwachsene? Für den bodenständigen Allgäuer Gerhard Weinzirl völliger Schmarrn. Zur Aufklärung des Falls tauchen er und die pfiffige Fränkin Evi Straßgütl tief in die Geschichte des Lechs und des Forggensees ein, der ein geheimnisvolles Relikt aus längst vergangenen Tagen freigegeben hat.

Ab 27. Juli im Buchhandel erhältlich: Heimatherz.

Dazu verwickelt Nicola Förg ihren Kommissar in einen Kriminalfall, der tief in die Geschichte des Königswinkels hineinführt. Die Autorin greift mit dem Bau der Lechstaustufen und der Flutung des Forggensees ein faszinierendes Thema auf, das das Gesicht und den Charakter der Region maßgeblich geprägt hat. „Wir haben ja in unserem Ferienhaus Gäste, die immer wieder bass erstaunt sind, dass der Forggensee ein Stausee ist. Die Geschichte des Energieflusses, die absolut inakzeptable Flutung der Illasbergschlucht – das alles berührt mich noch heute sehr. Sie ist mit so vielen Tragödien verbunden!“, sagt Förg. Sie verwebt diese regionale Episode mit einem ebenso spannenden wie unterhaltsamen Krimiplot, großartigen, authentischen Figuren, großen und kleinen Gefühlen, Beziehungen und menschliche Dramen. Und es gibt eine Kernaussage die Förg wichtig ist. „Es ist wenig bekannt und doch umso vielschichtiger, dass das Baumaterial der Häuser im Seegrund abgetragen wurde und rund um Marktoberdorf zu neuen Häsuern wurde, die ausgerechnet Heimatvertriebene bezogen. Wie der pensionierte Altmeister Baier sagt: Verstehen Sie jetzt? Ein Flüchtlingstreck kam aus dem Sudetenland. Einer zog aus dem Seegrund heraus. Die Not der einen nutzte den anderen. Es war niemands Schuld, aber es sind feine Fäden, die da verwoben sind. Nichts im Leben bleibt ohne Folgen. Jeder Schritt, den ich tue, verursacht immer auch ein kleines Erdbeben. Für mich ist die Geschichte hochaktuell, schaut man auf unser angebliches aktuelles Flüchtlingsproblem. Es ist ja beschämend, was man da teilweise hört aus einem saturierten Land wie Deutschland.“

Der Kreisbote verlost zehn Exemplare

Wer gewinnen will, sollte ab sofort unter der Hotline 01378/26020505 bis Sonntag, 30. Juli 2017 bis 23 Uhr anrufen (50 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz – Mobilfunkpreise ggf. abweichend) und das Lösungswort „Heimat­herz“ auf das Band sprechen. Die Gewinner werden benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

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