ESVK Spielbetriebs GmbH und des ESV Kaufbeuren e.V. informieren in einer Presseerklärung

Informationen zum Treffen mit möglichen Investoren für einen Eisstadion-Neubau

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Dieter Hegen ist Initiator für Gespräche mit einem Interessenten.

Am Dienstag fand ein Gespräch mit den möglichen Investoren für eine "Multifunktionsarena" und Vertretern der ESVK Spielbetriebs GmbH und des ESV Kaufbeuren e.V. in privaten Räumlichkeiten statt. Die Initiative für ein solches Vorhaben kam von Dieter Hegen und Unternehmer Claus Uwe Lehmann (wir berichteten). Der Investor stellt sich in Kaufbeuren eine Investition vor, die sicherlich weit über die aktuelle Planung hinausgehen würde.

Ziel wäre eine Mantelnutzung des Stadions mit Flächen für Gastronomie, wie auch Einzelhandel. Verschiedene Mieter und diverse Veranstaltungen sollen eine Nutzung an 365 Tagen im Jahr gewährleisten. Die ESVK Spielbetriebs GmbH würde die Anlage nur zu einem Bruchteil nutzen. Insgesamt soll das Projekt als Renditeobjekt ausgestaltet werden. Eine detaillierte Marktanalyse, so der Interessent, sei allerdings noch nicht erfolgt, heißt es vonseiten der ESVK Spielbetriebs GmbH und des ESV Kaufbeuren e.V.

Es ergeben sich eine Reihe von ungeklärten Fragen:

Zeitplan:

Der Investor spreche von einem Zeitfenster von bis zu fünf Jahren bis zu einer möglichen Realisierung einer Multifunktionsarena in oder um Kaufbeuren. Es stellt sich die dringende Frage, wo in Kaufbeuren Eissport stattfinden soll, bis die Multifunktionsarena fertig wäre. Es gibt momentan laut Pressemitteilung (PM) keinen Statiker, der für das Stadion am Berliner Platz eine verlängerte Nutzung über Herbst 2017 hinaus gewährleistet.

Fläche:

Die Frage nach dem Standort ist völlig offen. Der Investor machte klar, dass die Suche nicht auf das Stadtgebiet begrenzt ist, so die PM.

Beschränkung der Nutzung auf Profisport:

Der Eissport hätte in der geplanten Multifunktionsarena nur einen Anteil von 15 Prozent. Training, Nachwuchsförderung und Hobbyeissport sind hier nicht vorgesehen. Das erfordere den Bau einer zweiten kompletten Eissporthalle, die zusätzlich zu erstellen wäre.

Einzelhandel:

Zu diesem Punkt haben sich Vertreter der ESVK Spielbetriebs GmbH und des ESV Kaufbeuren e.V. bereits mit Oberbürgermeister Stefan Bosse abgestimmt: Die Ansiedlung von Einzelhandel, Dienstleistern und möglicherweise einem Outlet-Center bei der geplanten Multifunktionsarena begegnet laut Oberbürgermeister Stefan Bosse in der Umsetzung zahlreichen Schwierigkeiten. Bosse weist laut PM auf die erfahrungsgemäß sehr langfristigen Genehmigungsverfahren hin. Zudem verfolge Kaufbeuren bereits Projekte zur Ausweitung des Einzelhandels und wäre mit zusätzlichen Flächen in einer Multifunktionsarena dann wohl überversorgt.

Veranstaltungen:

Sieht man die Ertragslage von Veranstaltungshallen in der Region, insbesondere in Kempten, so muss auch in Kaufbeuren mit Defiziten gerechnet werden. Auch bei einer geringen zeitlichen Nutzung der Arena durch die ESVK Spielbetriebs GmbH muss mit Mieten für diese gerechnet werden, die bei weitem nicht durch den Eishockeysport erwirtschaftet werden können. Gastronomie und Vermarktung der Halle würden der ESVK Spielbetriebs GmbH oder dem ESV Kaufbeuren e.V. wohl keinerlei Einnahmen bescheren.

Nach Rücksprache mit der Stadt Kaufbeuren und aufgrund der vorgenannten Fakten bestehe Einigkeit in der Beurteilung der genannten Punkte und darin, den bereits sehr fortgeschrittenen Weg zum neuen Eisstadion wie geplant erfolgreich weiter zu verfolgen. 

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