CSU kürt Direktkandidaten

Nominiert: Stephan Stracke erhält 97 Prozent der Stimmen

Stefan Bosse aus Kaufbeuren, Stephan Stracke, Angelika Schorer, StM a.D. Franz Josef Pschierer, Klaus Holetschek
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Für den bevorstehenden Wahlkampf zur Bundestagswahl überreichte Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse eine „Energiekiste“ mit energetisierenden Produkten aus Kaufbeuren an den gewählten Wahlkreisbewerber Stephan Stracke. Angelika Schorer, MdL, (v. li.) aus dem Ostallgäu, im Hintergrund StM a.D. Franz Josef Pschierer aus Mindelheim und StM Klaus Holetschek aus Memmingen, geben ebenfalls Unterstützung für den bevorstehenden Wahlkampf.

Allgäu – Im Parkstadion in Kaufbeuren wählte die CSU am vergangenen Samstag unter freiem Himmel und mit umfassendem Hygienekonzept den Wahlkreisbewerber und die Delegierten für die Landesdelegiertenversammlung zur Bundestagswahl.

Im Parkstadion Kaufbeuren war zum letzten Mal im vergangenen Jahr Fußball gespielt worden. Dann waren wegen der Corona-Pandemie keine Spiele und auch kein Training mehr erlaubt. Inzwischen werden die Maßnahmen wieder gelockert und die CSU nutzte das Stadion für eine Veranstaltung. Aber nicht zum Fußballspielen, sondern zur Kandidatenwahl für den Bundeswahlkreis 257, der hauptsächlich die kreisfreien Städte Kaufbeuren und Memmingen, den Landkreis Ostallgäu sowie die Städte Bad Wörishofen und Mindelheim umfasst. Obwohl, sportlich war die Veranstaltung schon: Angesichts der sommerlichen Temperaturen wählten die 135 anwesenden wahlberechtigten Delegierten in kürzester Zeit den Wahlkreisbewerber für die Bundestagswahl 2021, sowie gut vorbereitet die Delegierten und Ersatzdelegierten für die Landesdelegiertenversammlung zur Bundestagswahl am 26. Juni.

CSU-Bundeswahlkreisvorsitzender Staatsminister für Wirtschaft a.D. Franz Josef Pschierer, MdL, begrüßte die Anwesenden, unter anderem auch Staatsminister für Gesundheit und Pflege, Klaus Holetschek und Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse. Jens Gaiser, CSU-Bezirks- und Bundeswahlkreisgeschäftsführer führte den Vorsitz beim Wahlausschuss.

Bericht des Bundestagsabgeordneten

In seinem Bericht freute sich Stephan Stracke, dass nun endlich wieder Leben ins Stadion käme und übertrug dies sinnbildlich für die Situation während des inzwischen abklingenden Corona-Lockdowns. Er begrüßte die inzwischen angelaufenen Impfmaßnahmen: „In jeder Sekunde werden im Durchschnitt neun Personen in Deutschland geimpft“. Zur Diskussion um den Ausbau der B12 unterstrich Stracke, dass Lärmschutz sehr ernst genommen würde. Auch der 600 Meter lange Tunnel bei Bertoldshofen sei ein Zeichen für die Bemühungen um höhere Verkehrsqualität im Ostallgäu. Bei Bahnstrecken werde man weiter an der Elektrifizierung arbeiten, für einen klimaneutralen Schienenverkehr. „Die Zukunft muss elektrisch sein im Schienenverkehr“, forderte der Bundestagsabgeordnete. Für Kaufbeuren seien die Pläne der Bundeswehr erfreulich, weil die technische Ausbildung für den Eurofighter in Kaufbeuren bleibe.

Wahl des Wahlkreisbewerbers

Landtagsabgeordnete Angelika Schorer schlug Stracke als neuen Kandidaten vor, verbunden mit einer Spitze gegen die politische Konkurrenz: „Von Stephan Stracke wissen wir sehr genau seinen Lebenslauf, von der Schule in Kaufbeuren bis heute“. Weitere Bewerber gab es keine. Stracke wurde anschließend mit 97 Prozent Zustimmung der Delegierten zum Wahlkreisbewerber für die Bundestagswahl im Herbst gewählt.

Der aktuelle Bundestagsabgeordnete nahm die Wahl dankend an und hob hervor: „Wir sind stark als CSU, weil wir uns als Mannschaft verstehen“. Auch Pschierer bereitete die Parteimitglieder auf einen anders gearteten Wahlkampf vor. „Dieses Mal stehen nicht die Festzelte bereit und wir dürfen uns nicht alle auf die Sozialen Medien verlassen“, beschwor Pschierer. Man müsse auf die Mund-zu-Mund-Propaganda setzen und im persönlichen Gespräch die politische Konkurrenz von Grün und Rot entzaubern. Bei den Bundestagswahlen im September wolle man sich für eine bürgerliche Mehrheit einsetzen und versprach Stracke die volle Unterstützung aller anwesenden Kreisverbände.

Wolfgang G. Krusche

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