Dr. Stefan Wohlrab zieht geschäftlich in notarielle Räume

Ein altes Amt in historischen Räumen

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Notar Dr. Stefan Wohlrab vor einem der digital nachbearbeiteten Dokumente aus früherer Zeit.

Obergünzburg – Die Übernahme des Notariats von seinem Vorgänger Werner Hofmann im vergangenen Jahr brachte zunächst einen privaten Umzug für Stefan Wohlrab und seine Familie mit sich – jetzt folgte der Umzug des Notariats selbst in neue Räume.

Dabei wird das teilweise denkmalgeschützte Gebäude am Marktplatz, in dem Stefan Wohlrab seit dem sechsten Juli seines Amtes waltet, auch der Geschichte des modernen Notarwesens, das bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht, gerecht. 

Seit Februar 2014 ist Dr. Stefan Wohlrab als Nachfolger von Werner Hofmann als Notar in Obergünzburg tätig. Mit der Amtsübernahme ging auch der private Umzug des Juristen und seiner Familie nach Obergünzburg einher. 

An der neuen Stelle in Obergünzburg reizt Wohlrab vor allem die Vielseitigkeit: Von Kaufverträgen und erbrechtlichen Angelegenheiten über den Tausch kleiner landwirtschaftlicher Flächen bis hin zu Großverträgen von Konzernen – „im Gegensatz zu den Notariaten in den Großstädten, wo sich häufig faktische Tätigkeitsschwerpunkte herausbilden, begegnet ihm im beschaulichen Obergünzburg täglich „die volle Bandbreite“ des Notarwesens“. 

Dass Stefan Wohlrab mit der Amtsübernahme von seinem Vorgänger die Räume im Pflegerschloss jedoch nur auf Zeit bezog, war schon bei Dienstantritt klar. Wo es für das Notariat hingehen sollte, war hingegen noch offen. Fest stand: Die wachsende Gemeindeverwaltung des Marktes braucht mehr Platz; daher sollte das Notariat ausgelagert werden. 

Auf den privaten Umzug Wohlrabs folgte jetzt auch der Umzug des Notariats. Mit dem Einzug in das „Spechthaus“ am Marktplatz fünf hat Wohlrab seiner Meinung nach einen „adäquaten Ersatz“ für die ehemaligen Räume gefunden. Nach umfangreichen Umbau- und Renovierungsarbeiten konnte Wohlrab dann am sechsten Juli 2015 die neuen Amtsräume beziehen. Die Sanierung des Gebäudes war auch dringend notwendig. „Die Geschichte des Hauses reicht vermutlich bis in das 17. Jahrhundert zurück“, schätzt Wohlrab. 

Damit wird das historische Gebäude einer ebenfalls geschichtsträchtigen Institution gerecht. Das „moderne Notariat“ ist laut Wohlrab bereits im 19. Jahrhundert entstanden und kam mit Napoleon nach Bayern. Ein Gesetz legte 1861 den Grundstein für das Notarwesen nach französischem Vorbild. Mit der ersten Urkunde, die 1862 in Obergünzburg ausgestellt wurde, zählt das Notariat in Obergünzburg zu den ältesten seiner Zunft. 

Dennoch wollte Notar Stefan Wohlrab auch etwas frischen Wind in die geschichtsträchtigen Räume und in das manchmal etwas verstaubte Image des Notarwesens bringen. Lebendige, satte Farben schaffen eine fast wohnliche Atmosphäre und ein ausgeklügeltes Beleuchtungskonzept taucht die Räume in ein angenehmes Licht. „Hier soll es schließlich nicht wie in einer Behörde aussehen“, so Wohlrab. Die digital bearbeiteten historischen Dokumente, die sein Vorgänger Wohlrab überlassen hatte, stellen einen Bezug zur Historie des Amtes her und ziehen sich wie ein roter Faden durch das Gebäude. 

Das historische Gebäude, das das Notariat nun beherbergt, die Geschichte des Notarwesens so passend unterstreicht, ist aber lediglich ein schöner Nebeneffekt. Wichtig war für Stefan Wohlrab vor allem, dass das Notariat als wichtige Anlaufstelle für die Bürger im Zentrum Obergünzburgs bleibt. Da die Amtsträume von Wohlrab nun auch barrierefrei zu erreichen sind, steht die Institution seit Kurzem nun auch wirklich allen Bürgern ohne Hindernisse offen. 

Ihn freut: „Der Rat des Notars gilt hier etwas“. Die Obergünzburger Bürger wenden sich in den verschiedensten Dingen an ihn: Sei es eine Beurkundungsverhandlung, Streitschlichtung oder Beratung – Wohlrab ist Ansprechpartner in sämtlichen Lebensfragen.

von Sabrina Hartmann

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