OB will mit den Bürgern ins Gespräch kommen

Bosse 24 Stunden auf Achse

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Mit diesem roten Flitzer wird Oberbürgermeister Stefan Bosse 24 Stunden unterwegs sein, um interessierte Menschen, Gruppen, Vereine zu treffen.

Kaufbeuren – „Die Politik muss sich um die Menschen kümmern“, findet Oberbürgermeister Stefan Bosse. Um dieser Maxime gerecht zu werden, möchte er mit den Bürgern der Stadt ins Gespräch kommen. Und dies nicht etwa bei einer Sprechstunde im Rathaus. Bosse besucht am Freitag, den 23. Juni die Menschen bei einer 24-Stunden-Tour durch die Stadt. Rund um die Uhr, von sechs Uhr morgens bis sechs Uhr am darauffolgenden Samstag.

24 Stunden auf Achse? Für den OB kein Problem, schließlich sei er das von seinem früheren Schichtdienst bei der Polizei gewohnt. Und überhaupt habe er normalerweise ohnehin einen 14-Stundentag. Um einen ganzen Tag durchzuhalten, gelte für ihn jedoch striktes Alkoholverbot. Dennoch sei er nicht vor Sekundenschlaf gefeit, weswegen er ab Mitternacht von Peter Igel, Leiter des OB-Büros, begleitet und gefahren wird.

Ansonsten wird er weitgehend alleine unterwegs sein in seinem roten Flitzer, das an der Aufschrift „KF OB 24 – 24-Stunden-Tour für Kaufbeuren“ erkennbar sein wird. „Ich möchte den Menschen die Möglichkeit geben, sich mit mir auszutauschen in einem Umfeld, das sie selbst bestimmen können“, sagt er zu seinen Beweggründen. Ihm fiele auf, dass er bei den alltäglichen beruflichen Terminen meist denselben Kreis Menschen antreffe. Viele erreiche man gar nicht, trotz der zahlreichen Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme von Bürgerversammlungen über Bürgersprechstunden bis zu E-Mail und Facebook. Die „OB-24-Stunden-Tour“ solle jetzt die Möglichkeit geben, direkt und niederschwellig mit Bosse ins Gespräch zu kommen. Dem Bürger soll mit der Aktion vermittelt werden: „Ich komm zu Dir, wir treffen uns und können uns in Ruhe über dein Anliegen austauschen“, so Bosse. Im Kern gehe es um die Botschaft: „Die Stadt ist für Euch da, ihr seid die Stadt“.

Nun hofft er, dass dieses Angebot von den Bürgern auch angenommen wird und sie ihn zu sich nach Hause, in den Garten, zum Treffen mit Freunden, in den Verein, in die Arbeit einladen. Er werde allem nachgehen, auch eventuellen „Klamaukgeschichten“. Sollte der Tag nicht ganz ausgebucht sein, hat er auch schon Vorstellungen, welche Orte er besuchen könnte, beispielsweise die Notfallambulanz oder die Polizei. Starten möchte er mit einem Baustellenfrühstück bei der Fußgängerzone. Enden soll der Tag dann mit einem Frühstück bei Sonnenaufgang (5.19 Uhr) am Römerturm.

Und wenn es mehr als 24 Anfragen geben sollte, soll es nicht bei dieser einen „OB-24-stunden-Tour“ bleiben...

Interessiert? Dann machen Sie mit! Vorschläge für ein Treffen können online unter www.kaufbeuren.de/ob eingetragen werden.

von Martina Staudinger

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