Die Fassade bröckelt

+
Der Fachwerkgiebel des Heimatmuseums ist baufällig und muss dringend saniert werden.

Obergünzburg –  Der Fachwerkgiebel des Heimatmuseums, ein historisch wichtiges Gebäude in Obergünzburg, ist baufällig und muss dringend saniert werden. Einen entsprechenden Beschluss hat jetzt der Marktgemeinderat gefasst. Foto: Reinelt

Der südliche Fachwerkgiebel des Heimatmuseums in Obergünzburg muss aus Sicherheitsgründen unbedingt ausgebessert werden. Im Zusammenhang mit dieser Giebelsanierung wurde in der jüngsten Marktgemeinderatssitzung beschlossen, auch gleich die komplette Außenfassade neu zu streichen. Für diese beiden Maßnahmen fallen voraussichtlich Baukosten in Höhe von 33.000 Euro an. Der Vorschlag fand allerdings nicht bei allen Markträten eine Zustimmung: Zwölf stimmten dafür, acht dagegen. Bauamtsleiter Bernhard Mair wies darauf hin, dass insbesondere der Fachwerkgiebel des Heimatmuseums dringend saniert werden muss. Er begründete dies mit der Verkehrs- sicherungspflicht der Kommune; denn teilweise sind die Gefachungen lose und drohen auf die Straße zu fallen. Um Schlimmeres zu verhindert mussten bereits drei Gefachungen entfernt werden. Als Ursachen für diese Schäden nannte Mair zum einen die fehlerhafte Ausmauerung der Gefache bei der Sanierung im Jahr 1960 und zum anderen die starken Vibrationen durch die Rüttelwalze bei den letzten Tiefbaumaßnahmen. Zur Sanierung des Giebels schlug Mair drei Varianten vor. Die kostengünstigste Lösung mit circa 12.000 Euro beinhaltet das Herausnehmen und den Neuaufbau nur der losen Gefache, die Sicherung mit Edelstahlanker oder Injektionen, das Verputzen des Mauerwerks und die Behandlung der Fachwerkbalken durch das Auskitten breiter Risse und einen dreifachen Farbanstrich. Wesentlich teurer, nämlich circa 22.000 Euro, wird die Baumaßnahme, wenn man nicht nur die losen, sondern alle Gefache neu aufbaut. Die dritte Variante mit Baukosten von rund 14.000 Euro ist ähnlich dem ersten Vorschlag. Zusätzlich wird vorgeschlagen, nach der Befestigung der losen Gefache den kompletten Giebel mit einem Gewebe zu bewehren und dreilagig zu verputzen. Weiter empfahl Mair, wenn schon ein Gerüst vorhanden sei, gleich die komplette Außenfassade zu streichen, was allerdings zusätzlichen Kosten in Höhe von 10.000 Euro verursachen würde.Der dritte Vorschlag, den Fachwerkgiebel unter einer dicken Putzschicht verschwinden zu lassen, wurde durchweg vom Gremium abgelehnt; denn „das Fachwerk macht den Charakter des Gebäudes aus“, sagte Marktrat Nicola Paolini (CSU). Die Bedeutung des historischen Gebäudes für Obergünzburg erfordere eine dauerhafte Sicherung und deshalb sei er für die teuerste Variante, so Paolini.Bürgermeister Lars Leveringhaus fasste die Diskussionsbeiträge zusammen und machte den Vorschlag, für die Sanierung des Fachwerks 22.000 Euro und für die Malerarbeiten an der Außenfassade 11.000 Euro bereitzustellen. Vorbehaltlich der Haushaltsberatungen nahm der Marktrat mit zwölf zu acht Stimmen den Vorschlag an. Reinelt

Auch interessant

Meistgelesen

Neuer Lebensabschnitt wartet
Neuer Lebensabschnitt wartet
Gewinnspiel: Wir verlosen Ferien-Freizeitpakete im Wert von 5.000 Euro
Gewinnspiel: Wir verlosen Ferien-Freizeitpakete im Wert von 5.000 Euro
"Von Bürgern für Bürger"
"Von Bürgern für Bürger"
Mehr Platz für Motorräder
Mehr Platz für Motorräder

Kommentare