Der "oberste Narr"

Mit einer unterhaltsamen Jubiläums-Gala feierten am vergangenen Samstag Freunde, Fans, Prominenz aus Wirtschaft und Politik sowie Aktive und Ehemalige das 25-jährige Bestehen des Kaufbeurer Faschingsvereins im Pfarrsaal der Herz-Jesu-Kirche.

Zu diesem Anlass wurde nach langer Zeit auch wieder der Muhaggl-Orden verliehen. Jemand mit Mut und Zivilcourage, der unverfälscht, ehrlich und direkt, aber trotzdem charmant ist, das Herz am rechten Fleck hat und die Dinge anpackt hat die besondere Auszeichnung erhalten: Oberbürgermeister Stefan Bosse. Der „oberste Narr“ der Stadt Kaufbeuren war „überrascht, überwältigt und überglücklich“. Überreicht wurde der Muhaggl-Orden von „Edmund Stoiber“ alias Wolfgang Krebs. Vorsitzender Günther Seydel begründete die Entscheidung für die Ordens-Verleihung: „Es gibt keinen, der standhafter zu seinen Entscheidungen steht.“ Der OB hatte zuvor in seiner Festrede noch von seinem steilen Aufstieg in Sachen Aufbruch-Umbruch erzählt. Als Fan des Vereins hatte es angefangen, beim nächtlichen Anstellen für die begehrten Karten – jetzt bekommt er sie als Obernarr geliefert. Dann hat er mit auf der Bühne gestanden und hatte danach sogar Entzugserscheinungen. Jetzt wird er selbst dargestellt und es wäre „bitter, nicht erwähnt zu werden“. Neben dem Stadtoberhaupt dankte auch der Präsident des Bayerisch-Schwäbischen Fastnachtsverbandes, Eugen Müller, Aufbruch-Umbruch für die „großartige Arbeit“, die alle Aktiven und Ehemaligen ein viertel Jahrhundert lang geleistet haben. Müller durfte dann auch noch das gut behütete Geheimnis lüften, wer vom „Obernarr“ die Auszeichnung für 25 Jahre aktive Aufbruch-Umbruch-Zeit überreicht bekommt. Vier Gründungsmitglieder wurden für ihr Engagement geehrt: Franz Jung, Elvira Seydel, Chris- ta Schymik und Othmar Tabery. Für die Unterhaltung sorgten neben den Festrednern in klassischer Aufbruch-Umbruch-Manier einige Gesangseinlagen, Sketche sowie eine gelungene Pantomime. Die musikalische Untermalung kam von der Big-Band des Jakob-Brucker-Gymnasiums. Umrahmt wurde der Abend außerdem von befreundeten Vereinen. So begrüßte die Musikvereinigung Neugablonz die Gäste vor der Herz-Jesu-Kirche mit einem Ständchen und die Artistikgruppe Anam Cara bot einen beeindruckenden Abschluss mit ihrer Feuershow. Letztendlich bleiben noch die Worte von Stefan Bosse – unserem Obernarr: „Wir freuen uns auf viele kommende Jahre mit Aufbruch-Umbruch.“

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