Neuer Leiter möchte mehr Menschen ins kaufbeurer kunsthaus bringen

"Treten Sie mit uns in Dialog"

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Jan T. Wilms.

Kaufbeuren – Von der Münchener Pinakothek der Moderne ins kaufbeurer kunsthaus – kein „Kulturschock“, sondern vielmehr eine spannende Herausforderung ist das für den neuen Leiter des kunsthauses Jan T. Wilms (wir berichteten). Kürzlich trat er seine Stelle offiziell an und knüpfte dabei erste Kontakte zur Kulturszene Kaufbeurens.

Kontakte knüpfen – das ist auch eine der Hauptaufgaben, die Wilms in seiner neuen Tätigkeit sieht – sowohl mit anderen Institutionen als auch potenziellem neuem „Publikum“. Zur offiziellen Begrüßung im kunsthaus waren Vertreter der Stiftung ebenso erschienen wie Bürgermeister Gerhard Bucher, Günter Pietsch von der städtischen Kunst- und Projektförderung und Rainer Hesse vom Tourismus- und Stadtmarketing und weitere Akteure der Kaufbeurer Kulturszene. 

Beim lockeren Gespräch lotete man aus, wohin die Reise des kunsthauses künftig gehen soll. „Konkrete Pläne will ich hierzu noch nicht bekannt geben“, so Wilms, der sich in seinem neuen Tätigkeitsfeld selbst erst einmal zurechtfinden will. „Ich bin neugierig auf die Stadt, freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem Team“. 

Zentraler Gesichtspunkt seiner Arbeit soll es aber sein, das kunsthaus weiter zu beleben, mehr Menschen in die Einrichtung zu bringen. „Es ist schon etwas besonderes, dass eine Stadt dieser Größe ein Kunsthaus hat, das zudem auf zeitgenössische Kunst spezialisiert ist. Das ist eine tolle Sache, moderne Kunst ist vielen Menschen aber auf den ersten Blick zu sperrig. Dabei muss niemand Hemmungen haben, sich damit zu beschäftigen“. 

Zeigenössische Kunst müsse „fast immer erklärt werden“, ob dem Profi oder dem Laien. Auf viel „interessanten Austausch“ freut sich deshalb Wilms, für den die leitende Position in Kaufbeuren eine Möglichkeit ist, eigene Impulse einzubringen und, anders als im etablierten und breitgefächerten Münchener Kulturbetrieb, echte Aufbauarbeit zu leisten. „Ich freue mich auf Austausch, treten Sie mit uns in Dialog!“ so Wilms Aufforderung an die Kaufbeurer. 

Besonders freuen sich über den Antritt auch Bernhard Lutzenberger als Sprecher der Stiftung kunsthaus. Unter „65 Bewerbungen aus halb Europa“ habe Wilms mit „Souveränität und Kreativität“ überzeugt. Das neue Programm unter seiner Leitung beginnt im Herbst.

von Michaela Frisch

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