Offizielle Freigabe des zweiten Kreisverkehrs an der Ruderatshofener Straße

Auch im Norden gehts rund

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Haben sich für das Foto im Kreisel aufgestellt: Gäste der Feier zur offiziellen Freigabe. In der vorderen Reihe Polizeibeamter und Stadtrat Stefan Eimer, Nadja Platzer (Stadtbauamt), Tobias Ehrmann (Regierung von Schwaben), Landrätin Maria Rita Zinnecker, Waltraud Joa (Beauftragte für Menschen mit Handicap), Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell.

Marktoberdorf – Jetzt geht’s auch im Norden Marktoberdorfs rund! Denn seit November rollt der Verkehr über den Kreisel, in den die Moosstraße und die Ruderatshofener Straße einmünden.

Mit täglich 7000 bis 9000 Autos, Lkws, Bussen, Motorrädern und Radlern ist dieser innerstädtische Knotenpunkt stark frequentiert. Der neue Kreisel – er ist in ganz Schwaben der erste mit einem betonierten Belag – befindet sich gut einen Kilometer nördlich des bestehenden Kreisverkehrs an der Bahnhofstraße/südliche Ruderatshofener Straße.

Die offizielle Freigabe der neuen Anlage erfolgte an einem milden Spätherbsttag im November. Zwei Mitarbeiterinnen vom Stadtbauamt hatten für die 25 Gäste zur Mittagszeit einen kleinen Imbiss mit Butterbrezen und Kaffee bereitgehalten.

Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell servierte hingegen die Fakten zum Ausbau der Ruderatshofener Straße und zu dem nunmehr fertiggestellten Kreisel. 13 Monate haben die Arbeiten gedauert. 37 Längsstellplätze wurden geschaffen, zwei Bushaltestellen wurden neu angelegt.

Vorhanden ist nunmehr ein Geh-und Radweg; auf der Ostseite der Ruderatshofener Straße ist ein Radfahrstreifen markiert. Zu mehr Sicherheit tragen auch die drei Querungshilfen zwischen den zwei Kreisverkehren bei – ein Aspekt, auf den besonders Behindertenbeauftragte Waltraud Joa bei der Feier zum Abschluss der Maßnahmen hinwies. Querungshilfen seien – ob nun an einer Straße oder an der Außenseite eines Kreisels – allemal besser als ein Zebrastreifen.

Bürgermeister Hell erwähnte, dass die Kreuzung Jörglweg/Schwabenstraße früher der Unfallschwerpunkt Nummer eins in Marktoberdorf war mit 13 Verletzten bei 18 Unfällen in den letzten fünf Jahren. Seit der Verkehrsfreigabe heuer sei dieser Bereich unfallfrei geblieben.

Unfallschwerpunkt Nummer zwei sei die Kreuzung der Ruderatshofener Straße mit der Moosstraße gewesen, die nun durch den Bau des Verkehrskreisels entschärft wurde. Dort wurden bei zehn Unfällen innerhalb von vier Jahren 14 Personen verletzt.

Summa summarum zwei Millionen Euro

Die Kosten für den Ausbau der Ruderatshofener Straße und für den Verkehrskreisel an der Abzweigung zur Moosstraße betragen zwei Millionen Euro. Eine beträchtliche Summe steuert der Staat bei; es sind 600.000 Euro. Von der Regierung von Schwaben war Tobias Ehrmann anwesend; er sorgte nicht nur für den Zuschuss des Staates, sondern stand der Stadt und dem Landkreis beratend zur Seite.

1,4 Millionen Euro übernehmen die Stadt Marktoberdorf und der Landkreis Ostallgäu. Der ist deswegen gefordert, weil es sich bei der Fahrbahn um eine Kreisstraße handelt (OAL 7). „Was lange währt, wird doch gut“, kommentierte Landrätin Maria Rita Zinnecker. Die Verbesserungen auf und neben der Fahrbahn sowie den „ersten schwäbischen Betonkreisel“ bezeichnete sie als „nachhaltige Investition“. Der Dank gelte auch den Anwohnern, die während der Bauzeit viel ertragen hätten.

Vier Firmen waren in die Baumaßnahmen eingebunden; für die Umsetzung sorgten neben Bertram Mooser vom gleichnamigen Ingenieurbüro vor allem Thomas Schweiger vom Staatlichen Bauamt Kempten und Nadja Platzer aus dem Bauamt im Marktoberdorfer Rathaus.

Jan van Vught, Schachtmeister bei der Firma StratBet aus Langgöns (Hessen), erklärte auf Nachfrage des Kreisbote zur Ausführung des Kreisels, dass die 25 Zentimeter starke Betonschicht nach dem Aufbringen im Sommer einen Monat aushärten musste. Oben wurde dem Beton ein „Besenstrich“ verpasst, wie die Ingenieure und Handwerker sagen. Das ist die feinfasrige Gestaltung, die an den Zu- und Ausfahrten ebenso wie im Kreisel für mehr Griffigkeit sorgt – erst recht bei schweren Fahrzeugen. Mit der Deckschicht aus Beton könne eine „Lebensdauer“ bis zu 40 Jahren erreicht werden.

jj

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