Eine Arena für alle

Hinterzimmer wird zur Bühne

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Freude über den Baubeginn anlässlich des ersten Spatenstichs bei KU-Vorstand Helge Carl (v. li.), Rolf Bauer (Vertreter der Geschäftsleitung Fa. Dobler), Architekt Dimitrios Kogios, Bürgermeister und Verwaltungsrat Ernst Holy, Jonas Mommensohn, Stadtrat und Verwaltungsrat Volker Kollmeder, KU-Vorstandsvorsitzender Markus Pferner, OB Stefan Bosse, Stadtrat und Verwaltungsrat Johannes Böckler, MdB Stephan Stracke und Stadtrat und Verwaltungsrat Helmut Folter.

Kaufbeuren – Eigentlich habe man gar nicht bauen wollen, sondern gehofft, das alte Stadion sanieren zu können. „Doch wir mussten feststellen, dass die Zeit des Eisstadions abgelaufen ist“, so Oberbürgermeister Stefan Bosse. Fast zwei Jahre nach den ersten niedrigschwelligen Beschlüssen im Stadtrat vom Juli 2014, stand am Mittwoch der erste Bagger bereit, die Baugrube auszuheben. Im Parkstadion entsteht nun die profitaugliche Eisarena für 22,5 Millionen Euro.

Die Kleinschüler des ESVK freuen sich, dass der bisherige Fußball-Trainingsplatz, auf dem das Stadion jetzt entsteht, kaputt gemacht wird. Und auch die Spielvereinigung Kaufbeuren muss nicht traurig sein, entstehe doch im Haken ein Kunstrasenfeld, „etwas größer als geplant“, so Bosse. 

Die Restlaufzeit für das alte Eisstadion endet am 30. Juni 2017, danach wird die neue Arena Schauplatz für Sportveranstaltungen. Diese beschränken sich nicht nur auf den Eishockey, schließlich soll die Sportstätte multifunktional genutzt werden, eventuell auch außerhalb des Sports (wir berichteten). „Hier entsteht eine Sportstätte für Kaufbeuren und alle Bürger“, sagte Markus Pferner, Vorstandsvorsitzender der Kommunalunternehmens Eisstadion. 

"Epochales Vorhaben"

Bei dem Projekt handele es sich laut Bosse um die „größte Einzelbaumaßnahme in Kaufbeuren der letzten Jahrzehnte“, deren Kosten ausschließlich von der Stadt getragen würden. Ein „epochales Vorhaben“, befand der OB. Er sei zuversichtlich, dass das veranschlagte Budget von 22,5 Millionen Euro reiche. Eventuell könne man den Kostenrahmen sogar unterschreiten, doch „abgerechnet wird zum Schluss“. Er versprach den anwesenden Bürgern Kostentransparenz „bis auf den letzten Cent“. 

Maximal 3500 Zuschauer werden bei einer Eishockey-Veranstaltung Platz in der Arena mit 7900 Quadratmetern finden können. Architekt Dimitrios Kogios vom Stuttgarter Büro asp verglich die 55.000 Kubikmeter des Stadions mit dem Volumen von 100 Einfamilienhäusern. Kogios stellte sogar die Prognose, dass das Projekt die „Erwartungen übertreffen“ könne. Ihm zufolge hätte der Standort Potential, ein Zentrum in Kaufbeuren zu werden. 

Diese Meinung vertritt auch Vorstandsmitglied und Baureferent Helge Carl. Das einstige „Hinterzimmer des Sportzentrums“ könne sich zu einer Verbindungsachse zwischen Bahnhof, Berliner Platz und Innenstadt entwickeln. Die Firma Dobler ist für den Aushub der Baugrube verantwortlich, Ende Mai sollen dann die Rohbauarbeiten beginnen. Nach derzeitiger Planung ist das Richtfest für den kommenden Herbst und die Fertigstellung des neuen Eisstadions Mitte 2017 vorgesehen. Die Aufnahme des Spielbetriebes startet dann mit der Saison im Herbst 2017. 

Ab sofort dokumentiert eine Webcam über die Homepage www.kaufbeuren-baut.de den weiteren Baufortschritt. Dieser kann auch über ein Baustellentagebuch verfolgt werden. Einen Blick ins Innere bietet eine Bautafel an der Baustelle und markiert den zukünftigen Eingang zur Arena.

von Martina Staudinger

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