Im Olymp der bayerischen Künste

Bayerischer Kulturpreis 2018 geht an Klaus Hampl

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Klarinettenvirtuose: Für sein großes künstlerisches Wirken wird Klaus Hampl mit dem bayerischen Kulturpreis 2018 ausgezeichnet.

Kaufbeuren – Der gebürtige Kaufbeurer Klaus Hampl wird für sein Wirken mit dem bayerischen Kulturpreis 2018 ausgezeichnet. Damit hat der leidenschaftliche Klarinettist nun auch seinen Platz im bayerischen Kunst- und Kulturhimmel.

Der Kulturpreis Bayern des Bayernwerks und des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst ist die wohl bedeutendste Bühne für Kulturschaffende im Freistaat. Neben Hampl werden vier weitere Künstler aus Nieder- und Oberbayern sowie der Oberpfalz für ihre Leistungen in der Sparte Kunst ausgezeichnet. Beim Galaabend am 8. November im Kesselhaus München wird Wissenschafts- und Kunstministerin Prof. Dr. Marion Kiechle zudem einen Sonderpreis verleihen.

„Als ich im Juli die Nachricht bekam, habe ich sie erst zweimal gelesen und dann meiner Frau gegeben“, so der Künstler gegenüber dem Kreisbote, „ich konnte es zunächst nicht glauben.“ Er freue sich sehr über die Würdigung seiner bisherigen Leistungen. „Es ist mir angesichts der vorhandenen Preisträger eine große Ehre sowie Motivation und Ansporn gleichermaßen, mit aller Kraft neue Wege zu gehen und mich weiter zu entwickeln“, so der zukünftige Preisträger, der nicht vergisst, dass auch andere Menschen auf seinem Weg zu diesem Erfolg beigetragen haben.

Dazu zählt Hampl langjährige Weggefährten wie das Quartetto di Roma in der Kammermusik und Sigi Schwab mit der gemeinsam gegründeten Camerata Bavarese. Damit reicht die musikalische Bandbreite von Klassik über Weltmusik bis hin zum Jazz. Nicht zuletzt sind es seine Instrumentenbauer Josef Leitner und Wolfgang Kraus in Neustadt a. d. Aisch., die nach seinen Worten „immer aufgeschlossen für Anregungen in einer Entwicklung zu neuen Wegen“ sind.

Von Rock bis Rap

In der Sparte Kunst geht der Preis in diesem Jahr neben Klaus Hampl an den Musiker und „Spider-Murphy-Gang“-Mitbegründer Günther Sigl, den Architekten Peter Haimerl, der unter anderem das Konzerthaus in Blaibach gestaltet hat. Ebenfalls ausgezeichnet werden der Bildhauer Christian Schnurer, der für seine internationalen Projekte im öffentlichen Raum geehrt wird, und Nina Sonnenberg, besser bekannt als Rapperin „Fiva“.

Die diesjährigen fünf Kunstpreisträger und der Sonderpreisträger des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst werden gemeinsam mit 32 Doktoranden und Absolventen der bayerischen Kunsthochschulen, Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften mit dem Kulturpreis Bayern 2018 geehrt. „Die ausgezeichneten Künstler und Wissenschaftler geben unserem Kulturstaat Bayern wertvolle gesellschaftliche Impulse. Sie erweitern unseren Horizont und schärfen unser Bewusstsein für Vergangenheit und Zukunft. Sie festigen so Bayerns Rolle als bedeutender Kunst- und Wissenschaftsstandort“, würdigt Bayerns Wissenschafts- und Kunstministerin die diesjährigen Preisträger.

„Brückenschlag“

„Mit dem Kulturpreis Bayern möchten wir die Brücke zwischen Kunst und Wissenschaft, aber auch zwischen Tradition und Moderne schlagen“, erklärt Bayernwerk-Vorstandsvorsitzender Reimund Gotzel. Zu den seit 2005 für ihre herausragenden Leistungen in Kunst und Wissenschaft Ausgezeichneten gehören unter anderem Diana Damrau, Bruno Jonas, Gerhard Polt, Veronika Eberle, Sigi Zimmerschied, Dieter Dorn und Franz Xaver Bogner.

von Wolfgang Becker

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