Jugend will gehört werden

Online-Vollversammlung des SJR: Hacker bleibt Vorsitzende

Lucia Hacker als Vorsitzende des SJR Kaufbeuren
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Zusammenkunft im virtuellen Raum: Bei den Neuwahlen wurde Lucia Hacker als Vorsitzende des SJR Kaufbeuren bestätigt.

Kaufbeuren – Statt wie gewohnt im Sitzungssaal des Rathauses, tagte der Stadtjugendring (SJR) Kaufbeuren coronabedingt nun schon zum zweiten Mal in größerer Runde online. So kamen zur Vollversammlung am vergangenen Dienstagabend rund 50 Teilnehmer am Bildschirm zusammen, um sich über die aktuelle Situation auszutauschen, sich gegenseitig Mut zuzusprechen, und neue Ideen und Projekte anzustoßen.

Oberbürgermeister Stefan Bosse schaltete sich in die Konferenz ein, um sich für den unermüdlichen, kreativen Einsatz des SJR zu bedanken. So habe der SJR „unter schwierigsten Bedingungen jede Möglichkeit genutzt“, um Programme aufzustellen für diejenigen, die unter der Pandemie am meisten zu leiden hätten – Kinder und Jugendliche. Der OB zeigte sich zuversichtlich, „dass wir diese gewaltige Aufgabe stemmen können, wenn alle gemeinsam mit anpacken“.

Auch Frederic Schießl vom Bezirksjugendring betonte die Wichtigkeit der Jugendarbeit und ermunterte dazu, nach vorne zu schauen: „Auch diese schwierige Zeit wird zu Ende gehen, haltet durch!“ In diesem Zuge ließ es sich Kabarettist Wolfgang Krebs nicht nehmen, in seinen Grußworten den kreativen Umgang mit der Situation, und das solidarische, „vorbildliche Verhalten der jungen Menschen“ zu loben. Er wünschte sich, dass die Stadt Kaufbeuren auch weiterhin für die Jugend „optimale Entwicklungsmöglichkeiten schafft“.

Hört auf die Jugend-Kampagne

Die BJR-Kampagne „#HörtaufdieJugend“ will der bayerischen Jugend eine Stimme geben und damit die Bedeutung der Jugendarbeit insbesondere in der Zeit der Pandemie in die Wahrnehmung der Öffentlichkeit rücken. Auch die Kaufbeurer Jugendverbände wollen mit ihren Statements auf ihre Belange aufmerksam machen – mit klaren Botschaften an die Lokalpolitik. So hatte der SJR einige Stimmen junger Menschen eingefangen, die in der Videokonferenz präsentiert wurden, und ein bedrückendes Stimmungsbild zeichneten. Viele von ihnen hätten mit der Situation schwer zu kämpfen, seien verunsichert, litten unter der psychischen Belastung. Den Jugendgruppenleitern fiele es zunehmend schwer, aus der Distanz Motivation und Spaß zu vermitteln. Ein Rückblick auf das Jahr 2020 zeigte nochmal, wie die Welt auf einmal Kopf stand und plötzlich „stay at home“ angesagt war: Jugendhäuser hielten online Kontakt zu den Kids, es gab Gruppenarbeit im Wald, neue Ideen und interaktive Angebote entstanden. Für die Zukunft wünschen sich viele, sich wieder nah sein und „so unbeschwert wie vor Corona zusammen lachen zu können“.

Neues Logo, neue Homepage, neue Wege

Auch im neu gewählten Jahresthema „Wir.Wieder.Zusammen“ äußerte sich der Wunsch nach einem baldigen Ende der kräftezehrenden Ausnahmesituation, einer Zeit, in der wieder das Zusammensein zelebriert werden kann. Im Rahmen der Online-Versammlung wurde auch das neue SJR-Logo vorgestellt. „Das bunte Logo soll verdeutlichen, dass wir alle Teil eines Teams sind – es steht für Vielfalt und Gemeinschaft“, so Kilian Herbschleb. Die Homepage des SJR soll darüber hinaus komplett neu aufgestellt werden.

Im Jugend- und Verbändegespräch kam außerdem der Wunsch nach einer verstärkten Unterstützung im digitalen Bereich auf. Um die Verbände besser mit technischem Equipment ausstatten zu können, fiel in der Versammlung der Startschuss für ein Crowdfunding-Projekt. Durch die Aktion sollen die Jugendgruppen dabei unterstützt werden, (auch nach der Krise) leichter digital mit den Kindern in Kontakt bleiben zu können.

Auf digitalem Wege fanden dann auch die turnusmäßigen Neuwahlen statt. Als Vorsitzende wiedergewählt wurde Lucia Hacker, als Beisitzer kamen Kilian Proske und Nina Weber neu dazu.

Holger Jankovsky, Jugendbeauftragter des Stadtrats und bis 2020 Vorsitzender des SJR Kaufbeuren, wurde als Einzelpersönlichkeit neu gewählt.

Mahi Kola

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