Orden im Ehrenamt

Freude über die Ehrung: Oberbürgermeister Stefan Bosse, Irene Eder (links) und Waltraud Stadel-Hahn mit ihren Auszeichnungen. Foto: Becker

Mit besonderer Freude konnte Oberbürgermeister Stefan Bosse vergangene Woche eine nicht alltägliche Auszeichnung im Rahmen einer Feierstunde vornehmen. Das vom Bayerischen Ministerpräsidenten verliehene „Ehrenzeichen für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern“ wurde an die Kaufbeurer Bürgerinnen Irene Eder und Waltraud Stadel-Hahn ausgehändigt. Es sei vielen Menschen nicht bewusst, was ehrenamtlich geleistet wird, so der Oberbürgermeister. Und fügte hinzu: „Es ist der Politik auf allen Ebenen ein großes Anliegen, den Menschen, die im Ehrenamt tätig sind, Danke zu sagen.“

In seiner Ansprache stellte Bosse fest, dass die Ausübung ehrenamtlicher Tätigkeit beispielsweise im Sozial- oder Rettungsdienst von vielen Nutznießern als völlig normal betrachtet wird. Immer wieder sei sogar ein hoher Anspruch gegenüber im Ehrenamt tätigen Menschen zu spüren. Als sichtbares Beispiel nannte er die Feuerwehr, die freiwillig und ohne Bezahlung rund um die Uhr verfügbar ist. Aber es gebe auch großes Engagement, das sich abseits der öffentlichen Wahrnehmung vollziehe. Und bei den nunmehr Geehrten sei dies der Fall. VdK und mehr Frau Eder ist seit 1994 im VdK Ortsverband Kaufbeuren und Kreisverband Ostallgäu in verschiedenen Funktionen tätig. Sie gilt als „gute Seele“ des Vereins und ist als Frauenbeauftragte für die Sorgen und Nöte genauso zuständig wie sie es als Reiseleiterin für die schönen Stunden bei etwa 100 durchgeführten Reisen war. Sie arbeitet außerdem für den Missionskreis der Pfarrgemeinde St. Ulrich als ehrenamtliche Übersetzerin für alle Kontakte nach Brasilien. Seit vielen Jahren bringt sie sich auch im Bundeswehrverband Ehemaliger, Reservisten und Hinterbliebener ein. Gelebte Solidarität und das Anpacken sozialer Probleme sind die herausragenden Eigenschaften von Frau Eder, die zu ihrer Auszeichnung geführt haben. Frauen und Kinder Der Schwerpunkt ihres ehrenamtlichen Engagements liegt bei Frau Stadel-Hahn in der Unterstützung von in Not geratenen Frauen und Kindern. Im Frauenhaus Kaufbeuren/Ostallgäu, im Frauenforum sowie im Generationenhaus hat sie stets ein offenes Ohr für alle Probleme in einer Familie. Seit über 15 Jahren ist sie im Ruf- und Begleitdienst tätig, betreut Kinder und führt Fahrdienste durch. Als Vorsitzende des Frauen- und Fördervereins macht sie häusliche Gewalt öffentlich und leistet unbürokratische Hilfe in Form von Geld- und Sachleistungen. Auch durch Rückschläge lässt sie sich nicht entmutigen. Ihre fröhliche Art und ihre positive Lebenseinstellung helfen ihr bei der Lösung frauenspezifischer Probleme. Oberbürgermeister Bosse gratulierte den Geehrten und stellte fest, der Dank im Namen des Ministerpräsidenten sei auch als Dank stellvertretend für all die vielen ehrenamtlich Tätigen zu verstehen. Die musikalische Umrahmung der Feierstunde wurde durch die Gruppe „Windpfeifer“ von der Ludwig Hahn Sing- und Musikschule gestaltet.

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