"Ort für die Bürger" in Mauerstetten

Es sei ein ganz besonderer Tag, den eine Gemeinde wie Mauerstetten nur alle 40 Jahre erleben darf, sagte Armin Holderried, 1. Bürgermeister Mauerstetten, beim großen Eröffnungsfest des neuen Rathauses am vergangenen Sonntag. Eigentlich würde ein Grundstein bei Baubeginn gesetzt werden, da dies allerdings nicht erfolgt sei, haben „wir beschlossen, dass es ein Schlussstein sein soll“, betonte Holderried. Bevor er zusammen mit Architekt Christian Stadtmüller gleich im Eingangsbereich die Kassette in der sich unter anderem eine CD-Rom mit Bildern des Baus sowie der zuvor an der Stelle gestandenen Schule befindet, in die Wand einmauerte.

15 Monate habe der Bau gedauert. Am 31. März 2008 erfolgte der erste Spatenstich und vor rund vier Wochen zog die Verwaltung in das neue Gebäude an der Hausenerstraße 15 in Mauerstetten ein. Entstanden ist ein „Ort für die Bürger“, so Holderried. Nicht nur das Glasdach, sondern auch die vielen Glaswände würden für ein „helles, lichtdurchflutetes Foyer sorgen“, das eine Transparenz der Arbeit im Rathaus vermitteln solle. Durch ein großzügiges Bürgerbüro werden „den Bürgern lange Laufwege erspart“, führt Holderried in seiner Rede einen Vorzug des neuen Gebäudes aus. Des Weiteren können nun durch das neue Rathaus mit einem Trauzimmer auch Trauungen angeboten werden, „die eine bleibende Erinnerung“ sein werden. Das Brautpaar habe beim Heiraten einen „direkten Blick auf St. Vitus“, ergänzt Stadtmüller. Grundgedanke des neuen Rathauses sei es, Mauerstetten eine Ortsmitte zu geben, so Stadtmüller und führt aus, dass dies mit einem Rathaus „mitten im Ort“ geklappt habe. Ein größerer Kirchplatz sei entstanden, wo sich ein neues Ortszentrum bilden könne, betonte auch Holderried. Bereits vor zehn Jahren sei bei einer Bürgerversammlung dieses Thema einer neuen Ortsmitte schon angesprochen worden. Zwar habe der Entschluss des Gemeinderats damals für gemischte Gefühle bei den Mauerstettern gesorgt, dass die alte Schule abgerissen werden sollte und das neue Rathaus an die Stelle käme, aber es bleibe ein Ort des Lernens, versicherte der 1. Bürgermeister. Denn früher habe man an der Stelle in der Schule gelernt, heute würde der Gemeinderat, aber auch die Mitarbeiter im Rathaus „täglich dazu lernen“, so Holderried. „Aber keiner soll der Beste sein, Jeder soll sein Bestes tun“, sei das Motto der Verwaltung. Komplett auf dem neuesten Stand ist das Rathaus, dazu auch barrierefrei und es gäbe zwei Behindertentoiletten sowie einen Aufzug. Jedoch ein Kamin auf dem Dach wird der Betrachter vergeblich suchen, denn das Rathaus sowie das neue Sanitärgebäude für die Turnhalle sind an die Heizungsanlage der Hörmann-Volksschule angeschlossen. 1,52 Mio. Euro Baukosten „Den absolut richtigen Standort haben wir gefunden“, freut sich Hölderried, der seinem Amtsvorgänger, Alexander Müller, sowie dem alten Gemeinderat dankte, dass diese schon die richtigen Weichen gestellt haben. Architekt Stadtmüller zeigte sich hingegen erfreut, dass die von dem Gemeinderat beschlossenen 1,9 Millionen Euro an Kosten nicht überschritten wurden. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 1,52 Mio. Euro. Als Besonderheit gab es bei dem Eröffnungsfest ein Rathausquiz bei dem 30 kniffelige Fragen rund um das neue Rathaus beantwortet werden mussten. Den Gewinnern winkte entweder eine besondere Rathausführung, eine Rathaustorte oder eine Rathaus-Schneekugel, von der es nur 150 Stück weltweit gebe, wie der 1. Bürgermeister betonte. Für die Bewirtung sorgte die Mauerstetter Blasmusik sowie der Siedlerbund. Die Einnahmen werden zum einen für die Vereinsarbeit und zum anderen für den Spielplatz in Steinholz verwendet.

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