"Oskarverleihung" in Kaufbeuren

Freude über die Auszeichnung und Eintrag in das Goldene Buch der Stadt: (v. r.) OB Bosse, MdB Pschierer, Werner Sill und Vorstand Auffermann Foto: Becker

Mit dem Goldjupiter des „Wirtschaftskomitee Deutschland e. V.“ ist vergangene Woche die Aktienbrauerei Kaufbeuren ausgezeichnet worden. Geschäftsführer Werner Sill nahm die hohe Auszeichnung für die Brauerei aus den Händen des Bundesvorsitzenden und geschäftsführenden Vorstands Siegfried Auffermann entgegen. Der als „Wirtschaftsoskar“ bezeichnete höchste Preis des Wirtschaftskomitees wird für hohe wirtschaftliche und innovative Leistungen mittelständischer Unternehmen vergeben. Entscheidend für die Vergabe ist die Verbindung von starker Wirtschaftskraft und beispielhaftem sozialen Wirken.

Mit angereist war Senator h. c. Manfred Caspary vom gemeinnützigen europäischen Bundesverband, der seit 2009 auch Botschafter für die Wirtschaftsregion Ostallgäu ist. Werner Sill war in Begleitung von Dr. Peter Ralf Stritzl als Vorsitzender des Aufsichtsrates und Mehrheitsaktionär der Aktienbrauerei sowie Verkaufsleiter Gottfried Csauth. Oberbürgermeister Stefan Bosse dankte Werner Sill für dessen Wirken. Er habe die Brauerei in einer sehr schwierigen Phase übernommen. Die Restrukturierung schreite gut voran und die Ergebnisse und Erfolge in kurzer Zeit sprächen für sich. Sill verstehe es, den Anspruch der Eigentümer und die Nachhaltigkeit der Mitarbeiter in Einklang zu bringen. Denn auch in marktwirtschaftlich schwierigen Zeiten zähle das Bekenntnis zur Beschäftigungssicherung. Erkennbar sei dies am hohen Anteil älterer Mitarbeiter, langen Betriebszugehörigkeiten, flexiblen Arbeitszeiten für Frauen mit Kindern sowie dem Ausbildungsangebot für junge Menschen. Große Wertschätzung MdL Franz Pschierer dankte den Brüdern Stritzl als Großaktionären für das Vertrauen und die Investitionen in der Region in schwierigen Zeiten. Die Auszeichnung zeige, dass mittelständische Unternehmen in diesem Land innovativ seien. „Wertschöpfung kommt auch durch Wertschätzung, nämlich durch Wertschätzung der Mitarbeiter im Betrieb“, sagte Pschierer. Mit einer Bitte wandte sich der Abgeordnete an die Medien. Jeder wünsche sich Vielfalt und hohe Qualität. Aber leider sei immer wieder zu beobachten, dass der Konsument beim Einkauf eher den Billigangeboten zuneigt. Der Verbraucher könne aber mit seinem Verhalten entscheidend zu einer Stärkung der heimischen und regionalen Marken beitragen. Auch MdB Bernhard Pohl sah mit Worten „Bier braucht Heimat“ eine starke emotionale Verbindung zur Region und die Aktienbrauerei in guten Händen. Ansporn/Verpflichtung In seiner Laudatio legte Siegfried Auffermann Wert auf die staatspolitische Bedeutung mittelständischer Unternehmen als Triebfeder für den Wohlstand in der Bundesrepublik Deutschland. Der Preis sei für mittelständische Unternehmen, die hohe wirtschaftliche und innovative Leistungen mit beispielhaftem sozialem Wirken verbinden. Hoch erfreut nahm der im November vergangenen Jahres zum Senator h. c. im Bundessenat Wirtschaft und Technologie ernannte Geschäftsführer der Aktienbrauerei die Auszeichnung entgegen. Er betrachte dies als Ansporn und Verpflichtung gleichermaßen.

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