Bio-Getreide aus dem Allgäu

Ostallgäu: Bauern, Müller und Bäcker wollen neue Partnerschaft aufbauen

Bäcker in der Backstube
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Eine neue Partnerschaft soll zu kurzen Wegen zwischen Bauer, Müller und Bäcker führen. Das Bio-Getreide soll im Allgäu angebaut, vermahlen und in den hiesigen Backstuben gebacken werden.

Landkreis – Das von der Öko-Modellregion Ostallgäu initiierte Auftakttreffen zwischen Bauern, Müllern und Bäckern stieß auf reges Interesse: Eine neue Partnerschaft soll nun zu kurzen Wegen zwischen Bauer, Müller und Bäcker führen. Das Bio-Getreide soll im Allgäu angebaut, vermahlen und gebacken werden. „Wir erhoffen uns durch die direkte Partnerschaft zwischen Bauer, Müller und Bäcker einen Mehrwert für alle und innovative neue Allgäuer Bio-Produkte“, sagte Landrätin Maria Rita Zinnecker.

Wie die Pressestelle des Landratsamts mitteilte, schafft die Veranstaltung für Landwirte, Müller und Bäcker ein neues Netzwerk, um künftig vermehrt biologisch erzeugte Backprodukte anbieten zu können. Hier seien Ehrlichkeit und der Austausch über die Qualität der Rohstoffe ein wichtiger Grundstein für eine langfristige Zusammenarbeit, sind sich alle Akteure einig. Die Erzeugung regionaler Bio-Lebensmittel stellt die Landwirte, die Mühlen und die Bäcker aber auch vor Herausforderungen. Trotzdem wollen sich die Ostallgäuer Bäckerei Gschwill aus Halblech-Berghof, die Bäckerei Lipp aus Rückholz, die Bäckerei Posselt aus Kaufbeuren und der Kirchebäck aus Bad Hindelang im Oberallgäu gemeinsam in diese Richtung entwickeln.

Erste Backversuche mit regionalem Bio-Getreide sind in den kommenden Wochen geplant. „Wir müssen wollen, dann wird es einen Weg geben“, betont Andreas Decker von der Biobäckerei Decker in Bodnegg bei Ravensburg, der seit vielen Jahren aus Überzeugung ausschließlich biologische Backwaren anbietet. Ziel des Projekts „Allgäuer Bio-Backgetreide“ ist, dass alle Arbeitsschritte vom Säen des Korns auf den Feldern über die Weiterverarbeitung in einer Mühle bis hin zum handwerklichen Backen des Brots in der Region stattfinden. So spart man sich nicht nur lange Transportwege, sondern sichert auch heimische Landwirtschaft und Handwerkskunst. Zudem kann der Konsument sicher sein, dass die Produkte höchste ökologische und qualitative Anforderungen erfüllen.

Ziel solcher Veranstaltungen der Ökomodellregion Ostallgäu ist es, bio-regionale Wertschöpfungsketten aufzubauen oder auszuweiten und den Ökolandbau in der Region zu fördern. Durch die Aktivitäten der Ökomodellregion soll ein Netzwerk für aktive, innovative und unternehmerische Allgäuer geschaffen werden um ökologische und regionale Landwirtschaft voranzubringen. Der Projektmanager der Ökomodellregion Ostallgäu, Florian Timmermann, betont aber auch: „Damit sich ‚Bio‘ aus der Region weiterentwickeln kann, braucht es die Unterstützung der Konsumenten. Fragen Sie doch nach einem Bio-Brot in Ihrer Bäckerei.“

Aktuelle Informationen zu den Aktivitäten der Öko-Modellregion Ostallgäu gibt es online auf der Homepage unter www.oekomodellregion-ostallgaeu.de zu finden.

kb

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