Weitere Regeln nach Vorgabe des Freistaates – Landrätin: Zweiten Lockdown vermeiden

Ostallgäu: Corona-Warnwert von 50 überschritten

Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker
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Landrätin Maria Rita Zinnecker appelliert an die Bürger, verantwortungsvoll zu handeln, um einen zweiten Lockdown zu verhindern.

Landkreis – Der Landkreis Ostallgäu hat am Sonntag den Corona-Warnwert von 50 überschritten. Nun gelten nach Vorgabe des Freistaats Bayern weitere Regeln. Landrätin Maria Rita Zinnecker bekräftigt nochmals ihren Appell an alle Bürger, verantwortungsvoll zu handeln. „Nur wenn wir alle die Regeln befolgen, werden wir die Infektionszahlen im Ostallgäu, Bayern und in Deutschland verringern können. Es steht viel auf dem Spiel. Einen zweiten Lockdown, gilt es zu vermeiden, jetzt haben wir noch die Chance dazu“, ist sich Zinnecker sicher.

Am vergangenen Freitag hatte der Landkreis Ostallgäu den Corona-Warnwert von 35 Infektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Inzidenz) überschritten. Bis zum Sonntag stieg die Inzidenzzahl nun auf einen Wert von über 50 Neuinfektionen. Aus diesem Grund gilt nun die vom Freistaat Bayern eingeführte Corona-Ampel mit weiteren Regeln für den Landkreis.

Die Corona-Ampel sieht bei Überschreitung des Wertes von 50 folgendes vor: Die Teilnehmerzahl bei privaten Feierlichkeiten (insbesondere Hochzeiten, Geburtstagsfeiern oder ähnlichem) sowie privaten Treffen wird ab sofort auf fünf Personen oder zwei Hausstände limitiert. Neben einer weiter geltenden Maskenpflicht in öffentlichen Gebäuden, Betrieben und Freizeiteinrichtungen gilt auch für Schüler aller Schulen – auch Grundschulen – seit Montag eine Maskenpflicht im Unterricht.

Auch am Platz bei Tagungen und Kongressen sowie in Theatern, Konzerthäusern und Kinos sowie für die Zuschauer bei sportlichen Veranstaltungen ist das Tragen einer Maske nun Pflicht.

Zusätzlich ist jetzt die Abgabe von Speisen und Getränken ab 22 Uhr untersagt; die Lokale müssen also früher schließen. Alkoholische Getränke dürfen zwischen 22 und 6 Uhr weder an Tankstellen oder anderen Verkaufsstellen noch von Lieferdiensten verkauft werden.

Auf den stark frequentieren Plätzen in Füssen (Altstadt innerhalb und einschließlich der Luitpoldstraße, Ritterstraße, Lechhalde, Spitalgasse, Klosterstraße und B16), in Hohenschwangau (Alpseestraße innerorts, Neuschwansteinstraße, Parkstraße, Schwangauerstraße und Colomanstraße im Bereich der Parkplätze zu den Königsschlössern) sowie in der Uferstraße in Hopfen gilt weiterhin Maskenpflicht und ein Alkoholverbot im Freien von nun 22 bis 6 Uhr.

Infektionen im gesamten Landkreis

„Der deutschlandweite Trend des Anstieges der Infektionszahlen, macht auch vor dem Landkreis Ostallgäu nicht halt“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. „Wir haben keine abgrenzbaren Hotspots, die Infektionen verteilen sich über den gesamten Landkreis. Gerade das ist die gefährliche Entwicklung, denn die Verfolgung der Kontakte und Unterbrechung der Infektionsketten wird umso schwieriger“, erklärt Zinnecker.

Ampel in Kaufbeuren auf Gelb

Die Stadt Kaufbeuren hat am Sonntag den Sieben-Tage-Inzidenzwert von 35 überschritten, wie die Stadt mitteilte. Ausschlaggebend für die in Kaufbeuren umzusetzenden Maßnahmen, die seit Montag, 19. Oktober ab 0 Uhr gelten, ist die vom Staatsministerium für Gesundheit und Pflege täglich auf seiner Internetseite bekannt gegebene Einordnung in der bayerischen Corona-Ampel: https://www.stmgp.bayern.de.

Sobald die Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen einen Wert von 35 pro 100.000 Einwohner überschreiten, gilt : An privaten Feiern (insbesondere Hochzeits– oder Geburtstagsfeiern oder ähnliche Feierlichkeiten) und Treffen dürfen sowohl in öffentlichen als auch in privaten Räumen nur noch maximal zehn Personen oder zwei Hausstände teilnehmen. Dies gilt auch insbesondere für die Gastronomie. Gastronomische Betriebe dürfen in der Zeit von 23 bis 6 Uhr keine Speisen und Getränke zum Verzehr an Ort und Stelle abgeben. Parallel dazu ist von 23 bis 6 Uhr der Verkauf von Alkohol an Tankstellen oder durch sonstige Verkaufsstellen und Lieferdienste verboten.

Die Maskenpflicht gilt überall da, wo Menschen dichter beziehungsweise länger zusammenkommen: auf Begegnungs- und Verkehrsflächen in allen öffentlichen Gebäuden, wie zum Beispiel in Eingangsbereichen von Hochhäusern, in Fahrstühlen oder in Kantinen. Im öffentlichen Personennah- und -fernverkehr und den hierzu gehörenden Einrichtungen (also insbesondere Bahnhof, Busbahnhof/Plärrer und sonstige Buswartestellen) besteht bereits jetzt für Fahrgäste sowie für das Kontroll- und Servicepersonal, soweit es in Kontakt mit Fahrgästen kommt, Maskenpflicht (§ 8 Satz 1 Siebte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung). In allen Kultur- und Freizeiteinrichtungen, in Museen, Kino oder Theater müssen Sie auch am Platz eine Maske tragen und auch bei allen Kultur- und Sportveranstaltungen sowie bei Tagungen.

Schüler in weiterführenden Schulen ab der 5. Jahrgangsstufe müssen auch im Unterricht eine Maske tragen. Studierende müssen auch im Lehr- bzw. Vorlesungsbetrieb eine Maske tragen.

kb

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