Das Coronavirus hat sich nun auch im Landkreis Ostallgäu flächendeckend ausgebreitet.

Coronavirus: Zahl der Infizierten steigt – drei weitere Todesfälle im Ostallgäu

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Die Zahl der Infizierten steigt im Landkreis Ostallgäu. Inzwischen gibt es in unserer Region drei weitere Todesfälle.

Ostallgäu/Kaufbeuren - Das Coronavirus hat sich nun auch im Landkreis Ostallgäu flächendeckend ausgebreitet.

Zu Beginn der Infektionen Anfang März waren nur in einzelnen Orten Erkrankungen registriert. Nun sind von Lamerdingen bis Füssen viele Kommunen betroffen. In Baisweil, Eisenberg, Görisried, Günzach, Hopferau, Kaltental, Kraftisried, Osterzell, Ronsberg, Roßhaupten, Stöttwang, Wald und Westendorf sind bis Montag noch keine Infektionen aufgetreten. Landrätin Maria Rita Zinnecker fordert alle Bürger auf, auch wegen der gestiegenen Infektionszahlen, weiter vernünftig zu handeln. „Schützen Sie sich selbst und Ihre Angehörigen, indem Sie die bestehenden Einschränkungen im öffentlichen und privaten Leben respektieren. Lockerungen werden erst dann möglich sein, wenn die Infektions-zahlen nach unten gehen. Wir haben es also selbst in der Hand“, appelliert Zinnecker an die Bevölkerung. 

Waren es am vergangenen Freitag gegen Mittag noch 116 Infizierte, stieg diese Zahl bis zum Montag auf 179 an. Im Landkreis Ostallgäu sind es 149 Infizierte, in der Stadt Kaufbeuren 30. Am Wochenende sind drei weitere Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Die Personen litten unter Vorerkrankungen und waren zwischen 45 und 95 Jahre alt. Die Zahl der Todesopfer in der Region Ostallgäu-Kaufbeuren steigt damit auf fünf.

Auch im Senioren- und Pflegeheim Waal sind fünf Bewohner und neun Mitarbeiter vom Coronavirus betroffen. Die Heimleitung hat in enger Absprache mit dem Landkreis Ostallgäu als Träger der Einrichtung und dem Gesundheitsamt den Notfallplan umgesetzt und die Erkrankten Bewohner isoliert. Die betroffenen Mitarbeiter sind in häuslicher Quarantäne. Die weiteren Bewohner und Mitarbeiter werden nun umgehend getestet. Die Pflege der Bewohner ist mit dem verbleibenden Personal sichergestellt, die Erkrankten werden über eine Schleuse durch Pflegepersonal in Schutzausrüstung versorgt. 

Der Freistaat Bayern hat am Montag die geltenden Beschränkungen im öffentlichen Leben bis zum 19. April 2020 verlängert. Für das Landratsamt Ostallgäu gilt der eingeschränkte Dienstbetrieb ebenfalls bis zu diesem Termin. Die Zulassungsstelle in Füssen bleibt geschlossen, die Zulassung in Marktoberdorf ist nur im Notfall für bestimmte Gruppen (Handwerk, Landwirtschaft und Unternehmer) und mittels voriger Terminvereinbarung er-reichbar. Der Bürgerservice und weitere Sachgebiete im Amt können ebenfalls nur in dringenden Fällen und vorheriger Terminvereinbarung besucht werden.

kb

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