Fünf Mitwirkende, dazu die Hausband sowie der Sitzungspräsident aus der Region

Das Ostallgäu dominiert bei „Schwaben weißblau“

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Die Mitwirkenden aus Kaufbeuren und dem Ostallgäu: Wolfgang Krebs (von links), Ramona Mößmer, Johanna Hofbauer, Jürgen Richter und Waltraud Mair.

Memmingen/Kaufbeuren/Ostallgäu – Wer die hiesige Fasnet mag, der kommt an der heuer schon zum 16. Mal vom Bayerischen Rundfunk ausgestrahlten Sendung „Schwaben weißblau – hurra und helau!“ nicht vorbei. Aufgezeichnet wird sie traditionell in der Stadthalle Memmingen mit bekannten und beliebten Kabarettisten, Musikern und Gardetänzerinnen, aber auch immer wieder mit neuen Gesichtern. Den Vorsitz des Elferrats vom Bayerisch-Schwäbischen Fastnachtsverband (BSF) hat dabei BR-Moderator Georg „Schorsch“ Ried inne.

Allein neun der insgesamt 27 Nummern bestreiten Mitwirkende aus Kaufbeuren und dem Ostallgäu: Der Kaufbeurer Kabarettist Wolfgang Krebs tritt als Angela Merkel auf mit mundartlichen Sprachschwierigkeiten bei einer Abschieds-Deutschlandtournee für 2021, sowie als Popsänger Meggy Montana. Jürgen Richter aus Biessenhofen gibt natürlich – wie könnte es anders sein? – den Hausl, der über „dia nuie Gsichter in da Politik“ grantelt, und dazu als weitere Figur einen zwerchfellerschütternd „böhmakelnden“ tschechischen Journalisten mit vorsintflutlichem Kassettenrecorder. Mundartdichterin Waltraud Mair aus Bidingen alias Meichelböcks Zenta räsoniert in Hut und Mantel und mit Rollator an der Bushaltestelle über „moderne Kunscht“ und schlägt für ein in einem Hirschgeweih hängendes Gebiss als Titel vor „Die Brücke am G’weih“. Johanna Hofbauer aus Oberthingau, ihres Zeichens nicht nur Mundart-Comedian, sondern auch Bezirksrätin, hält einen Telefonschwatz mit ihrer Freundin über das Neurentner-Dasein ihres Mannes: „Nach 35 glickliche Ehejohr isch mei Ma in d’Rente komma“. Jetzt gehe ihr der Gatte zwischen den Füßen herum, schreibe ihr vor, wie sie ihren Haushalt zu organisieren habe und baue Baumhäuser. 

Sitzungspräsident, BR-Moderator und Büttenredner Georg „Schorsch“ Ried.

Neu unter den altgedienten Spaßmachern ist Ramona Mößmer aus Blonhofen-Kaltental, die ihr Singledasein in einem 300-Seelen-Dorf – „200 davo sen Küah“ – beschreibt, wo jeder sie verkuppeln will. Ebenfalls aus Blonhofen stammt Sitzungspräsident Georg Ried, der neben der gesamten Moderation auch eine Büttenrede mit dem obligatorischen „Derbleckn“ der anwesenden Politprominenz zum Besten gibt sowie zu Beginn als Vorsänger für die Schwaben-weißblau-Hymne fungiert. Und Schließlich darf man die Hausband „AllGeier“ aus Buchloe nicht vergessen, die seit Anbeginn der Sendung für die musikalische Umrahmung zuständig ist.

Die Hausband „AllGeier“ aus Buchloe.

Die übrigen sieben Regionen Schwabens und die vier aus Baden-Württemberg sind jeweils nur mit ein bis maximal zwei Nummern vertreten: zum Beispiel das Augsburger Kabarettduo „Herr und Frau Braun“, das kernige Comedy-Paar „Hillus Herzdropfa“, Hansy Vogt alias „Frau Wäber“ oder Bauchredner Perry Paul aus Krumbach mit seiner frechen „Mauskatze Amadeus“, um nur einige zu nennen.

Kurz gesagt: Die Prunksitzung „Schwaben weißblau“ wäre ohne die Ostallgäuer und Kauf­beurer Mitwirkenden nicht DIE attraktive Veranstaltung, die sie jetzt darstellt. Darum: Ein Hoch auf uns!

Info Sendetermine:

Ausgestrahlt wird die dreistündige Sendung zu folgenden Terminen im BR und im SWR: Freitag, 15. Februar, 20.15 Uhr im BR, Sonntag, 17. Februar, 20.15 Uhr im SWR, Montag, 18. Februar, 2.25 Uhr im SWR, Montag, 4. März, 11.45 Uhr im BR. Nach der Ausstrahlung ist „Schwaben weißblau, hurra und helau“ ein Jahr in der BR-Mediathek verfügbar.

von Ingrid Zasche

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