Vier Jugendliche experimentieren mit Sprengmitteln – Bayerisches Landeskriminalamt im Einsatz

Sprengstoffexperten durchsuchen Wohnungen im Ostallgäu

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Die vier Jugendlichen aus dem Ostallgäu hatten unter anderem mit selbstgebauten Sprengmitteln mehrfach einen Briefkasten in die Luft gejagd.

Ostallgäu – Vier Jugendliche aus dem Ostallgäu sollen mit Sprengmitteln experimentiert haben. Das LKA hat gestern mit Sprengstoffexperten die Wohnungen durchsucht und ist fündig geworden.

Die vier Jugendliche aus dem Ostallgäu sollen mit Sprengmitteln experimentiert haben. Unter anderem ließen sie mit Böllern mehrfach einen Briefkasten explodieren. Eine Anzeige rief nun das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) auf den Plan, die mit Sprengstoffexperten am gestrigen Mittwoch die Wohnungen der Verdächtigen durchsuchten. Dort wurden zahlreiche Selbstlaborate und sprengstoffrelevante Böller sichergestellt.

Wie das LKA mitteilte, wandte sich ein Anwohner im Landkreis Ostallgäu im August an die Polizei, nachdem eine Gruppe ihm unbekannter Täter zum dritten Mal den Briefkasten seines Privatanwesens in die Luft gesprengt hatte. Die Kripo Kaufbeuren nahm daraufhin die Ermittlungen auf. Im Zuge dessen verstärkten sich die Verdachtsmomente, dass es sich bei den Tätern um vier Jugendliche aus dem Landkreis Ostallgäu im Alter von 15 und 16 Jahren handelt.

Nachdem die Staatsanwaltschaft Kempten grünes Licht gegeben hatte, fanden gestern in den Morgenstunden Durchsuchungen an insgesamt vier Wohnobjekten im Ostallgäu statt. Da mit dem Auffinden entsprechender Sprengmittel zu rechnen war, wurden die Sprengstoffexperten des Bayerischen Landeskriminalamtes zur Unterstützung der Durchsuchungen hinzugezogen.

Kurze Zeit nach Betreten der Wohnungen bestätigten sich die Verdachtsmomente der Beamten. Bei den Jugendlichen konnten unter anderem zahlreiche Selbstlaborate, sprengstoffrelevante Böller sowie rohrbombenähnliche Gegenstände aufgefunden werden.

Aufgrund der Vielzahl und Qualität der aufgefundenen Sprengmittel haben die Sprengstoffermittler die Ermittlungen in Bezug auf diese gefährlichen Gegenstände direkt vor Ort übernommen.

Die Sachleitung der Ermittlungen obliegt der Staatsanwaltschaft Kempten.

Die unkalkulierbaren Gefahren im Umgang mit solchen Sprengmitteln haben die vier Jugendlichen wohl schlichtweg ignoriert, resümiert das Landeskriminalamt. Dass niemand von ihnen zu Schaden gekommen ist, sei wohl auf Glück und das schnelle Handeln der Polizei zurückzuführen, so die Ermittler.

Die Jugendlichen wurden nach den Durchsuchungen von der Polizei entlassen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand kann ein politischer oder extremistischer Hintergrund ausgeschlossen werden.

Kreisbote

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