Mindestabstand von 1,5 Metern im Unterricht nicht mehr zwingend

Ostallgäu und Kaufbeuren: Ungeteilter Präsenzunterricht nach den Herbstferien möglich

Schülerinnen der neunten Klasse einer bayerischen Mittelschule sitzen am ersten Schultag zu Beginn des Unterrichts mit Maske im Klassenzimmer.
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Symbolbild: Unterricht mit Maske.

Ostallgäu –  Sowohl der Landkreis Ostallgäu als auch die Stadt Kaufbeuren ermöglichen, dass zu Schulbeginn nach den Herbstferien der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Schülern in Unterrichtsräumen nicht mehr zwingend eingehalten werden muss, es aber soll, wo immer dies machbar ist. So können die Schulen ab dem 9. November wieder komplett im Präsenzmodus unterrichten. 

„Wir können diesen Schritt wagen, weil die Zahl der Neuinfektionen an unseren Schulen zuletzt nicht weiter angestiegen ist“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. „Bei der Entscheidung haben wir der Entlastung der Familien den Vorrang vor dem Risiko möglicher Infektionen eingeräumt. Wenn sich alle an die übrigen Schutzmaßnahmen halten, bin ich sicher, dass das funktioniert.“

„Wir möchten die Schulen als auch die Eltern mit dieser Maßnahme deutlich entlasten“, so Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse. „Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass die Schulen keine Infektions-Hotspots darstellen.“

Für die Schulen bedeutet die Entscheidung, dass aus der Pflicht zur Einhaltung des 1,5-Meter-Abstandes eine Empfehlung wird, diesen Abstand einzuhalten. Ob und wie diese Empfehlung umgesetzt wird, obliegt der jeweiligen Schulleitung.

Maskenpflicht gilt weiterhin

Nach wie vor gilt für die Schulen im Ostallgäu und im Stadtgebiet Kaufbeuren eine Maskenpflicht auf dem gesamten Schulgelände – auch für Grundschüler. Eine Ausnahme von der Maskenpflicht ist laut Mitteilung der Regierung von Schwaben bei den derzeit in Schwaben vorliegenden Inzidenzwerten fachlich-medizinisch und infektionsschutzrechtlich nicht vertretbar. Der Landkreis weist aktuell einen Sieben-Tage-Inzidenzwert von rund 187 Infektionen pro 100.000 Einwohnern auf. Am Samstag hatte die Zahl an Neuinfektionen pro Tag mit 88 positiven Tests einen Höchstwert erreicht.

Die Stadt Kaufbeuren weist aktuell einen Sieben-Tage-Inzidenzwert von rund 232 Infektionen pro 100.000 Einwohner auf. „Vergangene Woche wurde die Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler in Kaufbeuren heiß diskutiert. Diese Maßnahme ist unumgänglich. Dank der Masken können wir die Abstandsregelungen an Schulen lockern“, so Bosse.

„Unser oberstes Ziel ist es, den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten. Masken helfen dabei – insbesondere wenn der Mindestabstand teilweise unterschritten wird“, erläutert Zinnecker. „Ich bitte alle Kinder und Eltern dafür um Verständnis. Sie können sicher sein, dass wir, sobald es das Infektionsgeschehen zulässt, weitere Erleichterungen in den Schulen zulassen werden.“

kb

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