Toll: Die Arbeit „Goldener Schall im Raum“

Ostallgäuer Kunstausstellung kommt an

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Die Stadt Marktoberdorf erwirbt das Kunstwerk „Goldener Schall im Raum“ des Künstlers Otto Scherer, der 2017 mit dem Johann-Georg-Fischer-Preis ausgezeichnet wurde. Die Skulptur wird zunächst als Leihgabe in der Musikakademie Marktoberdorf zu sehen sein.

Marktoberdorf – Beachtlich war die Resonanz auf die Ostallgäuer Kunstausstellung in Marktoberdorf, die Anfang Januar zu Ende gegangen ist. 1087 Besucher kamen dazu ins Künstlerhaus, wie Ingrid Kral vom Kulturreferat ein Resümee zog. Die Ostallgäuer Kunstausstellung war gut drei Monate lang zu besichtigen. Im Vorjahr waren es 1214 Interessierte, die sich diese Ausstellung anschauten.

„Toll“ fand Rupert Filser, Chef der Haupt- und Kulturverwaltung im Rathaus, das Werk „Goldener Schall im Raum“. Es handelt sich um einen glänzenden Trichter, der den Schall scheinbar in den Raum hinausträgt. Er ist nicht aus gedengeltem Blech, sondern es handelt sich vielmehr um geformte Keramik mit einer hauchfein aufgebrannten Schicht aus echtem Gold.

Die Arbeit hat Otto Scherer aus Pürgen im Landkreis Landsberg geschaffen. Er erhielt für sein Werk mit dem Titel „Goldener Schall im Raum“ Ende Oktober den mit 3.000 Euro dotierten Johann-Georg-Fischer-Kunstpreis 2017 der Stadt Marktoberdorf (wir berichteten).

Das Kunstwerk möchte die Stadt der Bayerischen Musikakademie, die ihre Räume im Alten Schloss hat, als Leihgabe zur Verfügung stellen. Insgesamt sind acht Arbeiten angekauft worden: eine von der Stadt, drei von privaten Interessenten und vier von der Bayerischen Staatsgemäldesammlung.

Auffallend ist laut Filser, dass im Vergleich zu den Vorjahren stets auch neue Leute im Publikum zu finden seien. Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell resümierte, bei der Ostallgäuer Kunstausstellung sei man bestrebt, „breite Schichten“ anzusprechen. Er fand anerkennende Worte für das Zusammenwirken der Mitarbeiter vom Kulturamt und vom Künstlerhaus bis hin zum Bauhof.

Traditionell wird die Ausstellung im Marktoberdorfer Künstlerhaus mit der Verleihung dreier Kunstpreise eröffnet. Drei Werke wurden auch dieses Jahr ausgezeichnet in den Genres Plastik, Malerei und Fotografie. Sie sollen Sinnbild sein für die Vielfalt zeitgenössischer Kunst in Schwaben.

330 Werke wurden 2017 zum Wettbewerb eingereicht, 48 mehr als im Vorjahr. 62 Arbeiten waren auf der Ausstellung zu sehen.

Im Kulturausschuss wurde neulich die Frage behandelt, ob wieder mehr Führungen im Künstlerhaus angeboten werden wollten, was Stadtrat Christian Vávra anregte. Ingrid Kral vom Kulturamt räumte ein, dass man dies „a bisserl“ zurückgefahren habe. Rupert Filser meinte, Führungen seien in der Vergangenheit zum Teil nur schlecht angenommen worden. Aber man könne erneut einen Vorstoß machen und dies evtl. ab 2019 wieder forcieren.

jj

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