Stimulationsverfahren verhindert

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Bis zum Jahr 2032 soll auf dem Geothermiegrundstück ausschließlich die Nutzung von Wärme mittels einer tiefen Erdwärmesonde im vorhandenen Bohrloch zulässig sein.

Mauerstetten – Schon längere Zeit verhandelt die Gemeinde Mauerstetten mit der Firma Exorka über einen Pachtvertrag für das zwischen der Stadt Kaufbeuren und der Gemeinde Mauerstetten gelegene Geothermiegrundstück (wir berichteten mehrfach). Dort war von der Firma Exorka ursprünglich ein Stimulationsprojekt geplant worden, um doch noch eine geothermale Fündigkeit zu erreichen.

Eine Genehmigung des Bergamtes hierfür wurde im Jahr 2014 erteilt, lief aber laut Mauerstettens Bürgermeister Armin Holderried im Sommer 2015 bereits wieder aus. 

Aus der Bevölkerung in der Region waren große Vorbehalte gegen dieses Projekt laut geworden, so Holderried. Dies sei für die Gemeinde Mauerstetten ein klarer Auftrag gewesen, dieses Ansinnen nach Möglichkeit zu verhindern. In intensiven Verhandlungen habe man sich inzwischen darauf einigen können, dass die Gemeinde das Grundstück bis zum Jahr 2032 an das Geothermieunternehmen verpachtet, dabei aber ausschließlich die Nutzung von Wärme mittels einer tiefen Erdwärmesonde im vorhandenen Bohrloch zulässig sein soll. Alle anderen Nutzungen oder Arbeiten lösen ein sofortiges Sonderkündigungsrecht der Gemeinde aus, kündigte Holderried an. 

Damit sei im Ergebnis ein für beide Seiten akzeptabler Kompromiss gefunden worden, der die teilweise sehr emotional geführte Diskussionen in der Öffentlichkeit wieder befrieden werde, hofft Mauerstettens Bürgermeister.

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