Pakt zwischen Politik und Wirtschaft

Das geplante Technologietransferzentrum sowie der im Sommer bevorstehende Umzug der IHK-Regionalgeschäftsstelle vom Innovapark nach Neugablonz, wo im Gewerblich-Technischen Bildungszent- rum dann auch eine Energieeffizienzberatung eta-bliert werden soll, waren die Hauptgesprächsthemen zwischen Wirtschaftsexperten der Stadt mit den Gästen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben.

Angekündigt war ursprünglich ein Besuch von IHK-Präsident Dr. Andreas Kopton in der Wertachstadt. Da jedoch sein Flug gestrichen wurde, kehrte er nicht rechtzeitig von einer Geschäftsreise zurück, um seinen Termin wahrnehmen zu können. Dennoch wurde das interne Gespräch im Rathaus zu einem regen Austausch zwischen Kommune und Wirtschaft genutzt, wie anschließend in einem Pressegespräch deutlich wurde. „Die IHK Schwaben ist ein wichtiger Partner für uns“, sagt Oberbürgermeister Stefan Bosse, „wir pflegen einen engen Kontakt“. Die Infrastruktur der Region wurde angeschnitten ebenso die Gewerbesteuerpolitik. Seit 1992 sei der Gewerbesteuersatz konstant geblieben, es würde sogar über eine „moderate Senkung“ nachgedacht, erklärt Bosse. Über die Möglichkeiten, weitere Berufsschulzweige nach Kaufbeuren zu holen, informiert Unternehmerin Katharina Wiedemann. „Die Mikrotechnologie liegt uns in der Region besonders am Herzen“, fährt die IHK-Vizepräsidentin fort. Bislang müssen die Auszubildenden in diesem Bereich für den Blockunterricht bis nach Regensburg fahren. Doch beispielsweise bei pro-micron und Sensortechnik Wiedemann werden junge Menschen in diesem Berufsfeld ausgebildet. „Wir müssen in der Wirtschaft langfristig denken“, dies bezieht Katharina Wiedemann auch auf das in der Diskussion stehende Technologietransferzentrum. Neben Kaufbeuren bewirbt sich Memmingen darum. Von bislang zehn potentiellen Interessenten aus der Region Kaufbeuren/Ostallgäu dafür spricht OB Bosse. Sollte Kaufbeuren als Standort ausgewählt werden, würde die Kommune die Räumlichkeiten für das Technologietransferzentrum bereit stellen. Seitens der Wirtschaft sei ein jährlicher Kooperationsbeitrag von 300000 Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren erforderlich, der entweder als direkte Zuwendungen oder mittels konkrete Aufträge fließen könnte, erörtert der Ratshauschef. Peter Saalfrank, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Schwa-ben, unterstrich die Bedeutung der Fachkräftsicherung für die Region. Dazu trage das Gewerblich-Technische Bildungszentrum (gtb) im Stadtteil Neugablonz mit 80 Seminaren pro Jahr für 1000 Teilnehmer seinen Teil bei. Das Gebäude befindet sich im Eigentum der IHK Schwaben, verrät Saalfrank. Derzeit würden dort Räumlichkeiten ausgebaut, in die im Laufe des Sommers die IHK-Regional-geschäftsstelle einziehen soll, die noch im Innovapark untergebracht ist. So könnten zukünftig Mietkosten eingespart werden, ergänzt Saalfrank. Als weiterer Service, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen, soll im gtb in den kommenden Monaten eine IHK-Außenstelle speziell für das Thema Energieeffizienz-Beratung eingerichtet werden. Die Energie-Experten werden für das ganze Allgäu Ansprechpartner sein.

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