Hoffnung keimt auf

Zwei Grundstücksbesitzer bieten alternative Flächen für Campus-Bau

Tartanbahn im Parkstadion Kaufbeuren
+
Besteht Hoffnung, dass das Parkstadion bleibt wo und wie es ist? – Laut OB Stefan Bosse aktuell schon.
  • VonSelma Höfer
    schließen

Kaufbeuren – Mittlerweile ist ein regelrechter Streit um die Frage entfacht, wo der Hochschulcampus in Kaufbeuren errichtet werden soll. Heiß wird die Zukunft des Parkstadions diskutiert. Denn an dessen Stelle möchte der Freistaat schon bald rund 300 Studenten und die Hochschulmitarbeiter unterbringen. Nun aber gibt es eine Chance, dass sich die Situation möglicherweise in Wohlgefallen auflösen könnte. Das verkündete Oberbürgermeister Stefan Bosse am Dienstag in der öffentlichen Sitzung des Stadtrats.

In den vergangenen Wochen hatten einige Termine und Gespräche das eine Thema: Gibt es für den Campus-Bau alternative Flächen zum Areal des Parkstadions? Mehrere Kaufbeurer Sportvereine suchten das Gespräch mit dem OB. Zuvor sendeten die Vorstände von drei Sportvereinen einen offenen Brief an den Rathauschef. Rückendeckung erhielten die Vereine durch den Sportbeauftragten des Stadtrats, Pascal Lechler (SPD). Auch andere Stadträte, beziehungsweise Stadtratsfraktionen sprachen sich für den Erhalt der Sportstätte am Jordanpark aus (wir berichteten mehrfach).

Eine verzwickte Situation, denn der Freistaat als Erwerber und Bauherr diktiert zwar nicht den Ort, aber die Rahmenbedingungen für eine solche Anlage. Zudem steht Kaufbeuren im Wettbewerb mit anderen Städten und die Zeit drängt. Weshalb Bosse in einer Videobotschaft die Bürger der Stadt aufrief, die Grundstücke besitzen und diese unter umständen abgeben würden.

„Ich hatte in einem meiner Videos die Bürger gebeten, sich auch Gedanken zu machen, Vorschläge einzubringen oder idealerweise als Grundstückseigentümer Angebote zu unterbreiten“, berichtete der Rathauschef nun in der Sitzung. Tatsächlich habe sich mittlerweile der Kontakt zu zwei Personen ergeben, die unbebaute Areale besitzen welche von der Größe her (rund 20.000 Quadratmeter) für den Campus auch ausreichen würden.

Bewertung steht aus

Die Zuständigen der Regierung wissen bereits Bescheid, fuhr Bosse fort. „Die haben das erfreut zur Kenntnis genommen.“ Aus diesem Grunde sei von Seiten des Freistaats verfügt worden, dass hinsichtlich des Parkstadions vorerst keine weiteren Untersuchungen vorgenommen werden. Dafür würden nun diese alternativen Flächen bewertet werden und, so erklärte Bosse, wenn es sich entsprechend entwickle, wären Verhandlungen mit jenen Eigentümern bereits der nächste Schritt.

„Viele Hürden“

„Ich will davor warnen, es gleich zu positiv zu sehen. Es gibt noch viele Hürden“, wendete Bosse ein. Den beiden Grundstücksbesitzern sei er sehr dankbar. Beide hätten keinen finanziellen Bedarf und würden ihr Eigentum nicht aus Interesse an Geld hergeben. Viel mehr würden sie einen Tausch mit anderen Flächen in Betracht ziehen. Das Angebot könne in beiden Fällen „als Entgegenkommen angesehen werden“.

Noch könne er nicht sagen um wen und welchen Grund es sich handle. „Es ist keine der bislang in der Diskussion geführten Flächen“, erwähnte der OB. Es seien bereits sehr gute Gespräche geführt worden. „Drücken wir uns gegenseitig die Daumen“, habe Bosse ein gutes Gefühl in dieser Angelegenheit. Es gebe nun Hoffnung, dass das Parkstadion bestehen bleiben kann. „Insgesamt habe ich ein sehr gutes Gefühl“, so Bosse.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Grenzweg Hornach am Bärensee eröffnet
Kaufbeuren
Grenzweg Hornach am Bärensee eröffnet
Grenzweg Hornach am Bärensee eröffnet
Jakob-Brucker-Gymnasium verabschiedet 122 Abiturienten
Kaufbeuren
Jakob-Brucker-Gymnasium verabschiedet 122 Abiturienten
Jakob-Brucker-Gymnasium verabschiedet 122 Abiturienten
Kaufbeurer Corona-Testzentrum jetzt im Gablonzer Haus
Kaufbeuren
Kaufbeurer Corona-Testzentrum jetzt im Gablonzer Haus
Kaufbeurer Corona-Testzentrum jetzt im Gablonzer Haus
Klimaneutral bis 2030
Kaufbeuren
Klimaneutral bis 2030
Klimaneutral bis 2030

Kommentare