Wo passieren die meisten Unfälle?

Die „Spittelmühlkreuzung“ als zentraler Verkehrsknotenpunkt steht neben 43 anderen Kreuzungen und Straßenabschnitten im Fokus der Analysten.

Einen ersten Zwischenbericht zur Unfallforschung in Kaufbeuren hat jetzt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) der Stadt vorgestellt. Die Stadt hatte diese Untersuchung in Auftrag gegeben, um der unerfreulichen Entwicklung in der Regionalklassenstatistik der Unfallver- sicherer entgegenzuwirken. Wie berichtet, belegt das KF-Kennzeichen seit Jahren den negativen „ersten Rang“. Laut Dominik Petzka vom Ordnungsamt zeige der Zwischenbericht erste Schwerpunkte auf.

„Eine Analyse der Unfälle aus den Jahren 2006 bis 2010 weist für das Stadtgebiet 44 Kreuzungen und Straßenabschnitte aus, an denen es besonders häufig zu Unfällen kommt“, so Petzka. Wo genau die Unfallschwerpunkte liegen, verrät die Untersuchung bislang noch nicht. Auffällig sei aber, dass dabei insbesondere Unfälle, bei denen Personen zu Schaden kommen, eine große Rolle spielen, die übrigens in den Wintermonaten deutlich seltener sind als bei Sommerwetter. Warum das so ist, darüber gab der Zwischenbericht ebenfalls noch keine Aussage. Petzka vermutet aber, dass die Verkehrsteilnehmer im Winter aufgrund der witterungsbedingten Straßenverhältnisse von Haus aus schon vorsichtiger fahren. Auffällig sei laut Petzka, dass besonders Fußgänger und Radfahrer aber auch Motorradfahrer oft die Leidtragenden bei diesen Unfällen sind. Bei den weiteren Untersuchungen werden nun die genauen Unfallhergänge analysiert und gezielte Maßnahmen zur Beseitigung der Gefährdungsbereiche vorgeschlagen. Welche das sein könnten, verrät der Zwischenbericht ebenfalls nicht. Die Stadt hofft jedenfalls, dass somit positiv auf die Anzahl der Verkehrsunfälle in Kaufbeuren, insbesondere der mit Personenschäden, eingewirkt werden kann. „Damit würde ein direkter Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit im Stadtgebiet geleistet“, so Petzka. Ergebnisse im Herbst Ob das jedoch bereits kurzfristig ausreicht, die Einstufung Kaufbeurens in der Regionalklassenstatistik der Unfallversicherer zu verbessern, hängt auch davon ab, wie sich das Unfallgeschehen in Deutschland insgesamt entwickelt und ob die Fahrzeuge mit dem Kennzeichen KF auch außerhalb des Stadtgebiets unfallfrei unterwegs sind. Die konkreten Ergebnisse der Untersuchung zu den Unfallschwerpunkten werden jedenfalls im Herbst dieses Jahres vorliegen, verspricht Petzka.

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