Der Politiker der Bayernpartei hält aber an Wahlämtern fest

Peter Fendt legt Parteiämter nieder

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Peter Fendt (Bayernpartei).

Marktoberdorf – Der Marktoberdorfer Stadtrat Peter Fendt hat seine Ämter in der Bayernpartei (BP) niedergelegt. Dies bestätige auf Anfrage der Bayernpartei-Chef Florian Weber. Fendt reagiert damit auf die massive öffentliche Kritik bezüglich seiner fremdenfeindlichen Aussagen (wir berichteten).

Parteiintern habe man sich darauf verständigt, kein Parteiausschlussverfahren gegen den Marktoberdorfer zu führen. Fendt selbst hatte nun seine Bundestagskandidatur zurückgezogen, ebenso trat er als Ostallgäuer Kreiskassier ab. Laut Weber wird Fendt auch nicht mehr für den BP-Parteiausschuss kandidieren. Der Marktoberdorfer sei selbst mit diesen Rücktrittsvorschlägen auf die Partei zugekommen, so Weber, um der Partei keinen Schaden zuzufügen.

„Ich habe mich deshalb negativ über afrikanische Asylbewerber geäußert, weil ich mich über deren Verhalten in der Silvesternacht 2015 sehr geärgert habe“, erklärte Fendt auf Anfrage des Kreisbote.

Seine Aussagen seien schon lange bei Facebook öffentlich, und nie habe sich jemand darüber aufgeregt. „Ausgerechnet nach meiner Bundestagskandidatur wurde der Post ausgegraben und mir Rassismus unterstellt“, resümierte der Marktoberdorfer.

„Sollte ich mit meiner Wortwahl Gesetze gebrochen haben oder jemanden beleidigt haben, so tut mir das sehr leid. Das war nicht meine Absicht, und mir war nicht bewusst beziehungsweise ich habe keinem Gesetz entnehmen können, dass die Benutzung des Wortes ,Neger' strafrechtliche Ermittlungen nach sich zieht“, so Fendt.

In der Sache bleibt er aber bei seiner Meinung, dass er „die Asylpolitik von Frau Merkel ablehne und insbesondere ablehne, Asylbewerber aus Afrika aufzunehmen, da es sich hierbei nicht um politische, sondern um Wirtschaftsflüchtlinge handelt. Außerdem verurteile ich nach wie vor, wie sich diese Herren in der Silvesternacht Frauen gegenüber benommen haben“.

Auf seine politischen Mandate sieht er jedoch keine Auswirkungen: „Die hat mir der Wähler verliehen und die kann mir auch nur der Wähler wieder entziehen.“

Wie der Marktoberdorfer Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung auf Fendts Äußerungen reagierte, lesen Sie in der kommenden Ausgabe des Kreisbote.

von Kai Lorenz

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