Ulrich Pramann im Gespräch mit Peter Schlickenrieder

Zu Gast in Aitrang

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Gastgeber und Initiator Ulrich Pramann (re.) beim zweiten „Talk in Aitrang“ im Gespräch mit Olympia-Medaillengewinner Peter Schlickenrieder.

Aitrang – Vor fast genau einem Jahr hatte Ulrich Pramann Skisprunglegende Sven Hannawald zum ersten „Talk“ nach Aitrang eingeladen.

Am vergangenen Donnerstag saß mit Olympia-Medaillengewinner Peter Schlickenrieder wieder ein bekannter Sportler auf dem roten Sessel, um mit Gastgeber Pramann über seine Karriere als Leistungssportler, über Träume, Ehrgeiz, Rückschläge, Erfolge und das Leben „danach“ zu sprechen. 

Früher war er erfolgreicher Skilangläufer – heute ist er als Skilanglaufexperte und Co-Moderator ein bekanntes Gesicht der ARD, Vizepräsident des Deutschen Skiverbands, Buchautor und seit der Gründung seines eigenen Sportmarketing-Unternehmens auch selbstständiger Unternehmer. 

Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung im vergangenen Jahr mit Skilegende Sven Hannawald will Ulrich Pramann „künftig mehrmals im Jahr Prominente zum ,Talk in Aitrang’ einladen“. Auch diesmal ist ihm mit Olympia-Medaillengewinner Peter Schlickenrieder das Kunststück gelungen, eine interessante Persönlichkeit des öffentlichen Lebens für ein Gespräch zu gewinnen. 

Bescheiden, bodenständig, sympathisch – mit diesen Attributen könnte man Peter Schlickenrieder, einen der erfolgreichsten deutschen Skilangläufer, beschreiben. Trotz seines internationalen Erfolgs hat er seine Bodenhaftung nie verloren. Sein verpasster Weltmeistertitel, als er „in der besten Form meines Lebens“ war, und es ihn dann auf der Zielgerade „geschmissen hat“, hat ihn demütig werden lassen. 

Als die wichtigsten Tage in seinem Leben bezeichnet er daher nicht seine Teilnahme an Olympia, sondern die Tage, an denen seine beiden Kinder das Licht der Welt erblickten. Aber „Olympia war auch gut“, fügte er lachend hinzu. Nach einer verlorenen Olympia-Qualifikation war Salt Lake City für ihn die „einzige Chance“ auf eine olympische Medaille, auf die er acht Jahre lang hintrainiert hatte. Diese Jagd nach dem Sieg ließ er in Aitrang noch einmal Revue passieren und ließ seine Zuhörer so „das wichtigste Rennen meines Lebens“ hautnah miterleben. 

Salt Lake City war der Höhepunkt und zugleich der letzte Lauf seiner Profikarriere. Schlickenrieder wollte seine Laufbahn „nicht mit einer Niederlage beenden“, sondern mit seiner „Leistungssportzeit versöhnlich abschließen“. Dies ist ihm ohne Zweifel mit der ersten Medaille für einen Skilangläufer aus Deutschland bei den Olympischen Spielen gelungen. 

Aufzuhören, wenn es am schönsten ist – vielleicht ist das auch das Erfolgsrezept dafür, wie es gelingen kann, nach dem Ende einer Karriere im Rampenlicht wieder Fuß im „normalen“ Leben zu fassen und im Alltag anzukommen, was vielen ehemaligen Profisportlern nur schwer gelingt. 

Gepaart mit dem Anspruch, seine kleine Familie selbst versorgen zu können, hat sich Schlickenrieder sein eigenes Unternehmen aufgebaut, ist heute Experte und Berater in den Bereichen Sport, Gesundheit und Umwelt. Er konnte dadurch nicht nur seinem Langlaufsport treu bleiben, sondern kann nun seine Leidenschaft für verschiedenste Ausdauer- und Breitensportarten in der Natur auch anderen Menschen vermitteln. Und vielleicht wird er ja eines Tages auch noch wahr, sein ganz großer Traum: „Das, was mich so fasziniert, auf die große Leinwand zu bannen“. von Sabrina Hartmann

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