Windkraftgegner

Unterschriftenübergabe im Landtag

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Reinhold Wintergerst (v. li.), Gemeinderat Ruderatshofen, Horst Holzhauer, Richard Kroha, Landtagsvizepräsident Peter Meyer, Colin MacKenzie, Leo Hiemer, Gerhard Holdenried, 3. Bürgermeister Ruderatshofen, Gottlieb Maurus und MdL Bernhard Pohl übergaben die Petition.

Apfeltrang/Kaufbeuren – Der Kaufbeurer Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl freut sich über die überwältigende Resonanz der Bevölkerung auf die Petition gegen die Windräder in Apfeltrang: „Als wir begonnen haben, für die Petition Unterschriften zu sammeln, hatten wir uns 1.000 Unterschriften zum Ziel gesetzt. Am Dienstag haben wir die Petition mit 2.137 Unterschriften an Landtagsvizepräsident Peter Meyer übergeben.“ Eine siebenköpfige Delegation der Windkraftgegner reiste hierzu extra nach München.

„Ich kann mich nur ganz herzlich bei den Bürgern und unserem tollen Team mit Richard Kroha, Sieglinde Horatschek, Horst Holzhauer, Gottlieb Maurus, Leo Hiemer, Johann Stich, Colin MacKenzie, und Peter Kerwer bedanken“, so Pohl.

Horatschek, Kroha, Maurus und Holzhauer hatten zuvor schon mehr als 500 Unterschriften, vornehmlich in Apfeltrang selbst gesammelt und Landrätin Maria Rita Zinnecker übergeben. „Der Zuspruch zu unserer Petition zeigt deutlich, dass die Pläne des Investors auf einen breiten Widerstand in der Bevölkerung treffen. Unabhängig vom Ausgang des Rechtstreits beim Verwaltungsgericht sollte das dem Betreiber zu denken geben. Ist es wirklich richtig, auf eine vermeintliche Rechtsposition zu pochen, wenn sie in der Bevölkerung auf nahezu keine Akzeptanz stößt?“, fragte Kroha, dessen Anwesen nur wenige hundert Meter von den geplanten Windrädern entfernt steht.

Auch von Menschen, die die Energiewende und sogar die Windkraft im Grunde befürworten, kamen zahlreiche Unterschriften. Viele von ihnen teilen die Meinung von Filmemacher Hiemer: „Dieser Standort ist völlig verfehlt. Dort haben Windräder nichts verloren! Die Zerstörung wertvoller Allgäuer Kulturlandschaft dürfen wir nicht länger hinnehmen“.

MacKenzie verwies auf die beiden Schwarzstorchpärchen (wir berichteten), sowie andere geschützte Vogelarten, die durch die geplanten Anlagen erheblich kollisionsgefährdet wären: „Wir sollten doch froh sein, dass wir in unmittelbarer Umgebung solch seltene Tiere haben. Es wäre unverantwortlich, sie durch Windräder zu gefährden oder zumindest dauerhaft zu vertreiben“.

Der Landtag wird sich voraussichtlich im Herbst mit der Petition befassen. Die Initiatoren setzen darauf, dass ihre Argumente unabhängig von dem laufenden Gerichtsverfahren die Parlamentarier davon überzeugen, das Projekt zu stoppen.

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