„Ein wichtiger Schritt“

Pflegestützpunkt Ostallgäu kommt Mitte des Jahres

Eine Pflegerin hält die Hand einer alten Frau
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Unterstützung in allen Fragen rund um die Pflege bietet bald der Pflegestützpunkt Ostallgäu.

Landkreis – Pflege ist ein Megathema, das viele Menschen beschäftigt. Pflegebedürftige und vor allem auch deren Angehörige, die fast 80 Prozent der pflegerischen Versorgung im Landkreis Ostallgäu leisten, benötigen in vielen Fällen Orientierung sowie eine Unterstützung bei Auswahl und Beantragung von Sozialleistungen und anderen Hilfsangeboten im Alter und bei Pflegebedürftigkeit.

Den Startschuss für den Pflegestützpunkt Ostallgäu haben jetzt Landrätin Maria Rita Zinnecker, Bezirkstagspräsident Martin Sailer und AOK-Direktor Bernd Ruppert nun mit der Unterzeichnung des Stützpunktvertrages gesetzt. Der Stützpunkt wird voraussichtlich ab Mitte des Jahres als zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Thema Pflege im Landratsamt in Marktoberdorf eingerichtet.

Ziel der Kooperation ist die flächendeckende, kostenlose und unabhängige Beratung zu allen Pflegethemen sowie die Vernetzung mit den Einrichtungen und Diensten mit dem Ziel die Angebote vor Ort weiterzuentwickeln. Die Kosten übernehmen zu zwei Dritteln die Pflege- und Krankenkassen. Das verbleibende Drittel teilen sich jeweils zur Hälfte Landkreis und Bezirk.

Derzeit sucht der Landkreis Mitarbeiter für den Pflegestützpunkt. Interessierte Personen die über Berufserfahrung im beratenden und pflegerischen Kontext verfügen können sich hierzu bis zum 22. März bewerben. Nähere Informationen gibt es auf der Homepage des Landkreises (www.landkreis-ostallgaeu.de).

Landrätin Zinnecker freut sich darauf, mit Hilfe der starken Kooperationspartner durch den Pflegestützpunkt das bereits vorhandene Beratungsnetz im Landkreis ergänzen und komplettieren zu können. „Pflegebedürftigkeit betrifft nicht nur Senioren und älter werdende Menschen, sondern oftmals alle Generationen einer Familie. Denn Angehörige stemmen auch in unserem Landkreis mit Abstand den größten Teil der Pflege und Betreuung“, sagt Zinnecker. Die Mitarbeiter des Pflegestützpunktes geben Information und Orientierung, arbeiten Hand in Hand mit den Fachstellen für pflegende Angehörige und weiteren Kontaktstellen und begleiten bei besonders komplexen Problemlagen über einen längeren Zeitraum. Alle Angebote sind kostenfrei, auch Hausbesuche sind bei Bedarf möglich. Zinnecker: „Durch den Stützpunkt und viele weitere Maßnahmen gehen wir derzeit aktiv in die Umsetzung der Empfehlungen aus unserer Pflegebedarfsermittlung für den Landkreis Ostallgäu.“

AOK-Direktor Bernd Ruppert, der die beteiligten Pflege- und Krankenkassen vertritt, bezeichnet die Einführung als einen „wichtigen Schritt“, zumal der gesamte Landkreis damit abgedeckt werde. „Seit über zehn Jahren unterstützt bereits unsere Pflegeberaterin Angelika Ulrich tatkräftig die Bewohner des Landkreises Ostallgäu und freut sich, dass durch den Pflegestützpunkt die Beratungsangebote sichtbarer und noch enger vernetzt werden.“ Insbesondere in der Corona-Pandemie zeige sich laut Ruppert die große Bedeutung der Unterstützung der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen durch die AOK-Pflegeberatung. „Die Nachfrage nach Hilfestellung und Rat ist enorm.“ Ruppert zeigt sich zuversichtlich, „künftig gemeinsam die Pflegesituation im Landkreis nochmals deutlich zu verstärken“.

Auch Bezirkstagspräsident Martin Sailer befürwortet die neue Anlaufstelle für alle, die Hilfe im Bereich der Pflege benötigen. „Denn wenn Menschen pflegebedürftig werden, stellen sich ihnen und ihren Angehörigen einige Fragen: An wen kann ich mich wenden? Was bezahlt die Pflegekasse? Und wo finde ich Unterstützung?“, sagt Sailer. Daher begrüßt der Bezirkstagspräsident das neue, niederschwellige, zentrale Beratungsangebot im Ostallgäu sehr. Denn „so können die Fragen von Hilfesuchenden künftig umfassend durch eine zentrale Stelle beantwortet werden“.

kb

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