Feuer verwüstet Halle, Brandursache noch ungeklärt – über eine halbe Million Euro Schaden

Erneut Brand in Recyclinganlage

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Die Anlieferungshalle im Recyclingbetrieb in Pforzen wurde komplett zerstört. Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf über eine halbe Million Euro.

Pforzen – Schon wieder hat es im Recyclinghof in Pforzen gebrannt und schon wieder geht der Schaden in hunderttausende Euro. Auch bei der Brandursache tappen die Ermittler bislang im Dunklen. Gut lief dieses Mal jedoch der Löscheinsatz ab – die neuen Maßnahmen hätten laut Pforzens Bürgermeister Herbert Hofer gegriffen.

Noch 2012 gab es eine Menge Trubel rund um das Bayerische Wertstoffzentrum (BWZ), als zwei aufeinanderfolgende Brände den Ermittlern und der Öffentlichkeit Rätsel aufgaben. Dann kam die Schließung des BWZ Pforzen (wir berichteten) und jetzt macht das Recyclingunternehmen, welches von Hubert Schmid übernommen wurde, wieder Schlagzeilen – und zwar mit einem erneuten Brand. 

Laut Polizei wurde dieser Freitagmorgen entdeckt und hielt die Einsatzkräfte mehrere Stunden auf Trab. Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund eine halbe Million Euro, die Brandursache ist auch dieses Mal noch nicht bekannt. Das Feuer, das laut Polizei gegen 3.30 Uhr durch eine ausgelöste Brandmeldeanlage festgestellt wurde, zerstörte die Anlieferungshalle des Gewerbebetriebs vollständig und be- schädigte eine angrenzende Lagerhalle. Wie es zum Brand kam, war bis Redaktionsschluss (Montagmittag) noch nicht klar. Die Kriminalpolizei Kaufbeuren hat hierzu die Ermittlungen aufgenommen. Die eingesetzten Feuerwehren waren Freitagmittag noch mit Ablöscharbeiten beschäftigt. Die eigens alarmierte Analytische Taskforce der Berufs- feuerwehr München hat entsprechende Schadstoffmessungen durchgeführt und konnte am Freitag noch Entwarnung geben. Der Rauch wurde laut Polizei „als unbedenklich eingestuft“, so dass die ursprüngliche Warnmeldung für Anwohner zurückgenommen werden konnte. Pforzens Bürgermeister Herbert Hofer ist mit Blick auf den Brand froh, dass dieses Mal die Löscharbeiten gut funktioniert hätten. Wenngleich der erneute Brand ihm schon Sorgenfalten auf die Stirn zeichnet. Mit Blick auf die Schwierigkeiten beim letzten Mal – hier musste eine kilometerlange Wasserleitung zum Freibad Neugablonz gelegt werden, um an genügend Löschwasser zu kommen – habe am Freitag alles „sehr gut funktioniert“. 

Dennoch wird es eine Nachbesprechung mit Feuerwehr und Landratsamt geben, wo die Abläufe weiter verbessert werden sollen, so Hofer. Denn man könne mit Blick auf die Häufigkeit der Brände in den letzten Jahren nicht ausschließen, dass dies nicht wieder passiere. Auch sei aus seiner Sicht zu überlegen, wie man die Recyclinganlage sicherer machen könne, etwa mit einer Kaltlöschanlage in der Halle. Auch hierzu soll es Gespräche mit dem Eigentümer und dem Landratsamt geben. Wie Gudrun Hummel, Leiterin der Abteilung Bauen und Umwelt im Landratsamt Ostallgäu, auf Nachfrage erklärte hätten regelmäßige Kontrollen in den Betrieb „keine Beanstandungen“ ergeben. Sollte die Halle jetzt neu aufgebaut werden, müsse man sich aber mit Blick auf den Brandschutz dieses Themas „neu annehmen“.von Kai Lorenz

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