Weichen stellen im Herbst?

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Auf großen Transparenten machen die Pforzener Bürger schon seit Jahren auf ihre unerträgliche Situation aufmerksam.

Pforzen – Zahlreiche Mitglieder der Interessengemeinschaft „Pro Umgehungs- straße Pforzen e.V.” und interessierte Gäste erhofften sich mit einer gewissen Spannung Neuigkeiten und Ergebnisse hinsichtlich der anstehenden Entscheidungen wegen einer geforderten Umgehungsstraße für die Gemeinde.

Diese ziehen sich nun schon über Jahre, so dass man das Ganze allmählich als eine „unendliche Geschichte” bezeichnen kann. Mehr als 10.000 Kraftfahrzeuge täglich – darunter an die 1.000 LKWs – stellen für die betroffenen Anwohner im Bereich Germaringer- und Wertachstraße eine mittlerweile schier unerträgliche Schmutz- und Lärmbelästigung dar. 

Bürgermeister Herbert Hofer und seine Stellvertreter Josef Freuding und Torsten Stöckle, sowie mehrere Gemeinderäte, konnte 1. Vorsitzender Helmut Leonhart bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Interessengemeinschaft „Pro Umgehungsstraße Pforzen e.V.” im Gasthaus Hirsch begrüßen. 

In seinem Tätigkeitsbericht konnte der stellvertretende Vorsitzende Günther Kreit über eine ganze Reihe von Aktivitäten und Erfolgen des Vereins berichten. So beispielsweise über die Inbetriebnahme von Geschwindigkeitsanzeigen an den jeweiligen Ortseinfahrten Wertach- und Germaringer Straße. Auch die schon länger geforderte Erneuerung der Fahrbahndecke in der Germaringer Straße wurde vonseiten des Landkreises vorgenommen. 

Im Zuge dieser Arbeiten konnte dann auch der Kreuzungsbereich Feldstraße/Eichweg und Germaringer Straße unter Mitwirkung des Vereins entsprechend neu gestaltet und entschärft werden. Dadurch sei, so Günther Kreit, eine deutliche Verbesserung aus Richtung Neugablonz/Germaringen erreicht worden, was sich vor allem in einer spürbaren Verringerung der Geschwindigkeiten sehr positiv auswirke, so Kreit. 

Die Unterschriftenaktion „Pro Umgehungsstraße” bezeichnete Kreit als großen Erfolg. Insgesamt 1.034 Unterschriften konnten an die zuständigen Man- datsträger, so unter anderem an den Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann weitergeleitet werden. Dies sei ein deutliches Signal vonseiten der Pforzener Bürger in der entscheidenden Phase des Bundesverkehrswegeplans die entsprechende Unterstützung seitens der Politiker zu erhalten. 

Nun warte man mit Spannung darauf, ob Pforzen an vorderer Stelle im Bundesverkehrswegeplan platziert wird. Man habe dafür alles getan, was möglich war. So sei vor allem die Mobilisierung der zuständigen Politiker im vergangenen Jahr ein wichtiger Bestandteil der Vereinsarbeit gewesen. 

Bürgermeister Herbert Hofer betonte in diesem Zusammenhang, dass auch die Gemeinde diesbezüglich „am Ball bleiben” werde. Kassenwart Herbert Steinhauser konnte anschließend über eine solide und erfreuliche Finanzsituation berichten, sodass die komplette Vorstandschaft einstimmig entlastet wurde. Nachdem sich die Beisitzerin Heidrun Spöcker aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Wiederwahl stellte, wurde sie vor den anstehenden Neuwahlen vom Vorstand mit Dankesworten verabschiedet. 

Die von Bürgermeister Herbert Hofer geleitete Wahl brachte keine Änderungen, lediglich der freigewordene Beisitzerposten wurde mit Dr. Walter Winhard neu besetzt. Jeweils mit einer Stimmenthaltung wurden gewählt: 1.Vorsitzender Helmut Leonhart; stellvertretende Vorsitzende Günther Kreit und Martin Schafnitzel; Kassenwart Herbert Steinhauser; Schriftführer Rudolf Albrecht; Beisitzer Heidemarie Koch, Franz Königsperger, Peter Neumayr, Dr. Walter Winhard, Anton Wißmiller und Manfred Wolf.

von Klaus-Dieter Körber

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