Bei Pforzi bewegt sich was

„Unser Pforzi (Udo)“ – Landkreis, Gemeinde und Freistaat unterstützen sich

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Freuen sich über wichtige Weichenstellungen für die sensationellen Funde in Pforzen: Wissenschaftsminister Bernd Sibler (v. li.) , Landtagsabgeordnete Angelika Schorer, Erster Bürgermeister Herbert Hofer, Landtagsabgeordneter Franz Pschierer, Landrätin Maria Rita Zinnecker.

Landkreis/München – Landrätin Maria Rita Zinneckers hartnäckiger Einsatz hat sich gelohnt: Pforzi (Udo) hat zwölf Millionen Jahre gewartet, nun gab es knapp vier Monate nach seiner Entdeckung auf Einladung des Bayerischen Wissenschaftsministers Bernd Sibler eine Gesprächsrunde im Ministerium. Eine erste Förderung von 450.000 Euro wurden in Aussicht gestellt.

Bei dem Termin zusammen mit Pforzens Bürgermeister Herbert Hofer und den Landtagsabgeordneten Angelika Schorer (CSU) und Franz Pschierer (CSU) wurden die Fragen der Region, wie es mit Pforzi (Udo) weitergeht, erörtert. „Wir hatten ein sehr gutes Gespräch mit dem Minister und können auf die Unterstützung des Freistaates Bayern bauen“, sagte Zinnecker. Die Themen Besucher-Infozentrum, fachliche Unterstützung sowie Aus- und Aufbau der (touristischen) Infrastruktur und eine Machbarkeitsstudie waren im Fokus des Termins, die nun auch in einem ersten Runden Tisch, den das Ministerium koordiniert, weiterentwickelt werden sollen.

„Schulterschluss mit dem Freistaat“

Aus Sicht der Landrätin hat der Freistaat ebenfalls von Beginn an die Tragweite der Funde erkannt und wird nun sowohl finanziell, fachlich als auch koordinativ tatkräftig unterstützen, so Zinnecker. Neben dem Freistaat Bayern sind sowohl die Gemeinde Pforzen als auch der Landkreis Ostallgäu mit im Boot. „Der heutige Termin war ein gelungener Auftakt zur Strukturierung der weiteren Vorgehensweise für alle Beteiligten. Wir wissen nun, wie wir die verschiedenen Dinge angehen müssen und können koordiniert, Schritt für Schritt, im Schulterschluss mit dem Freistaat planen“, sagte die Landrätin. Zinnecker bedankte sich auch bei den Ostallgäuer Abgeordneten, die sich für Pforzi (Udo) im Landtag und den Gremien einsetzen. Bürgermeister Herbert Hofer freut sich, dass sich der Minister Zeit für die Anliegen seiner Gemeinde genommen hat. „Mit dem Freistaat als Partner können wir als Gemeinde nun beruhigt die weiteren Herausforderungen, wie eine geplante Wanderausstellung, angehen“, bilanzierte Hofer das Gespräch.

Der erste Runde Tisch wird Anfang März stattfinden. Dazu werden neben dem Wissenschaftsministerium auch die Staatskanzlei und weitere Ministerien zur Klärung von Fachfragen aus den Bereichen Wirtschaft, Umwelt und Bau eingebunden werden. Daneben sind auch noch privatrechtliche Angelegenheiten zu klären. „Es braucht Zeit, um alle Interessen zu bündeln und Projekte umzusetzen, aber dann haben wir auch Ergebnisse, die dem Fund und Ort angemessen sind und die Udo (Pforzi) und die weiteren sensationellen Funde verdient haben“, ist sich die Landrätin sicher. Hilfreich sind dazu sicherlich auch die von den beiden Regierungsfraktionen in der Pressekonferenz vom 4. Februar in Aussicht gestellten 450.000 Euro und die Einbindung der Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern als fachliche Begleitung.

„Mächtig Rückenwind“

„Mit diesen Haushaltsmitteln wollen wir die weiteren Grabungen in der Hammerschmiede unterstützen. Wir dürfen gespannt sein, was hier noch ans Tageslicht kommt. Wir freuen uns jedenfalls auf Udos (Pforzis) Freunde und Freundinnen“, freut sich Bernhard Pohl, Haushaltspolitischer Sprecher der Freien Wähler Landtagsfraktion und Kaufbeu­rer Stadtrat.

Pohl erinnert auch an den Orts­termin im November mit dem Ministerpräsidenten und dem Wissenschaftsminister: „Ministerpräsident Dr. Markus Söder und sein Wissenschaftsminister Bernd Sibler haben die unglaubliche Dimension dieses Fundes erkannt. Sie stehen voll und ganz hinter der Idee, diese bahnbrechende Entdeckung der menschlichen Evolutionsgeschichte seitens des Freistaats Bayerns zu begleiten“.

Laut Pohl seien die Haushaltstitel etwas großzügiger ausgestaltet, um gegebenenfalls auch noch Raum für Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit zu haben. „Ich denke dabei an eine bereits in der Diskussion befindliche Wanderausstellung, die in erster Linie natürlich in Pforzen, dann aber auch in Kaufbeu­ren und im ganzen Ostallgäu zu sehen sein soll. Damit erfüllen wir im Übrigen auch einen Bildungsauftrag“, betont der Kaufbeurer Landtagsabgeordnete.

kb

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