Erster Vorentwurf

Pläne für neues Baugebiet in Ebersbach

Ebersbach
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Die Bauleitplanung des Gebietes „Ebersbach West“ muss auch die Topografie mit bis zu zehn Metern Höhenunterschied vom Hochbehälter an der Hauptstraße und dem Rosenweg (im Vordergrund) berücksichtigen. Dies könnte sich besonders auf den Winterdienst auswirken.

Obergünzburg – Im Obergünzburger Ortsteil Ebersbach haben sich die Chancen für ein größeres Baugebiet ergeben, was die Überarbeitung der bisherigen Pläne notwendig macht. Thomas Haag, Inhaber des Architekturbüros Abtplan, stellte in der öffentlichen Marktratsitzung im Hirschsaal Obergünzburg seinen Entwurf für die Bauleitplanung „Ebersbach West“ vor. 

Das Gebiet südlich des Wasserhochbehälters an der Hauptstraße stand schon mal im Zentrum einer Bauleitplanung, allerdings mit weniger Bauplätzen. Inzwischen konnten weitere Grundstücke hinzugekauft werden, sodass der Planungsumgriff erweitert wurde und nun mit bis zu 24 Bauplätzen geplant wird.

Architekt und Stadtplaner Haag hatte für seinen ersten Vorentwurf eine Planzeichnung erstellt und erläuterte dabei den Markträten die einzelnen Rahmenbedingungen für seinen Entwurf. Das untersuchte Gebiet zieht sich demnach von der Hauptstraße und „Am Berg­blick“ bis unterhalb des Kreuzberg­weges, hin zur Verlängerung des Rosenwegs. Eine Besonderheit des Baugebietes liegt im Höhenversatz von bis zu zehn Metern in Richtung Süden. Die vorhandenen und benötigten Straßen und Wege würden teilweise bis zu 18 Prozent Gefälle aufweisen, was noch zu weiteren Untersuchungen führen werde. Bei der geplanten Straßenführung müssten für Sackgassen auch Wendemöglichkeiten für kommunale Fahrzeuge vorgesehen werden.

In einem Lärmgutachten, als Instrument des gebietsbezogenen Immissionsschutzes, hatte Haag genaue Kurven gleichen Lautstärkepegels (Isophone) ermittelt und in den Vorentwurf eingearbeitet.

Letztendlich müsse auch auf das Ortsbild geschaut werden, um keine unruhigen Linien zuzulassen. Dies werde sich dann in der Dachform und der Dachneigung im Bebauungsplan widerspiegeln. Wegen der Lage am Ortsrand werde auch die Grünordnung zu berücksichtigen sein, was die Durchgrünung und Ausgleichsflächen angehe.

In der Diskussion um einzelne Punkte des Vorentwurfes meldete sich auch Marktrat Robert Mahler zu Wort. Da er über sehr viele Jahre Räumerfahrung im Winterdienst verfüge, sehe er massive Probleme beim präsentierten Vorentwurf. Er hatte sich im Vorfeld der Sitzung die Arbeit gemacht und einen eigenen Entwurf, beziehungsweise Verbesserungen zusammengestellt. Er schlug beispielsweise vor, die Straßenführung ohne Sackgassen zu planen, da im Winter dort der Schnee am Ende der Sackgasse liegen bleibe und die Nutzung einschränke. Auch schlug er vor, auf einen geplanten Fußweg zum Rosenweg zu verzichten, da dies im Winter den Einsatz eines zweiten, kleineren Räumfahrzeuges notwendig mache.

Wegen des Gefälles und möglicherweise notwendiger Aufschüttungen schlug Mahler ebenfalls vor, die Erschließung der unteren Grundstücke von Süden her zu überlegen, beispielsweise durch eine Erschließung des Gebietes über den Rosenweg. Diesem Vorschlag hielt Erster Bürgermeister Lars Leveringhaus entgegen, dass eigentlich jeder Hausbesitzer seinen Garten gerne nach Süden ausrichten wolle, was die Garage und den Hauszugang nach Norden notwendig mache. Den Gedanken von Mahler wegen des Winterdienstes in Sackgassen griff Leveringhaus aber gerne auf und schlug dazu vor, am Ende der Sackgassen entsprechende Frei­flächen für die Abladung von Schnee vorzusehen.

Insgesamt wurden die vorgestellten Anregungen vom Bürgermeister offen aufgenommen und der Stadtplaner Haag beauftragt, den Vorentwurf dementsprechend weiter zu entwickeln und gegebenenfalls Alternativen vorzusehen. Insgesamt werde es notwendig werden, jeden möglichen Bauplatz einzeln zu betrachten, um die Rahmenbedingungen zu berücksichtigen.

Abschließend wurden die weiteren Planungen dem Bauausschuss übergeben.

Wolfgang Krusche

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