Quartier Heinzelmannstraße

Planungen für eine städtebauliche Weiterentwicklung

Städtebaulicher Entwurf der Heinzelmannstraße Kaufbeuren
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Städtebaulicher Entwurf der Heinzelmannstraße mit Postareal und Erweiterungsmöglichkeit für das Schulgelände.

Kaufbeuren – Im Rahmen der Vorstellung für einen Neubau der zur Schrader-Grundschule gehörenden Turnhalle am Krautlussweg stellte Stadtplaner Werner Fehr auch die städtebauliche Weiterentwicklung unter dem Begriff „Quartier Heinzelmannstraße“ vor. Mit dem Neubau der Halle sollen eine städtebauliche Einordnung des neuen Baukörpers am künftigen Schulcampus und ein Entwicklungsszenario des angrenzenden Quartiers erfolgen. Im Quartier Heinzelmannstraße stehen mittelfristig mehrere Projektentwicklungen an, die in die Planungen eingehen.

Die Deutsche Post gibt ihren Standort in der Heinzelmannstraße 1 aller Voraussicht nach im Jahr 2023 auf. Der Eigentümer beabsichtigt, das bestehende Gebäude abzubrechen und durch eine Neubebauung zu ersetzen. Das Heinzelmannstift plant die 2018 genehmigte Erweiterung auf der Westseite der Heinzelmannstraße und die ehemalige Landwirtschaftsschule soll umgenutzt oder durch eine Neubebauung ersetzt werden. Aus Sicht der Verwaltung sollen diese Entwicklungen in einem vorher definierten städtebaulichen Rahmen ablaufen, der im Zuge der Neufassung des Rahmenplans für die Innenstadt erarbeitet wird.

„Leitideen“

Nach den Vorstellungen der Verwaltung über die mögliche städtebauliche Struktur dieses Quartiers sollen mehrere Leitideen im städtebaulichen Quartierskonzept mittelfristig verwirklicht werden. Dazu gehören die Umstellung des Erschließungskonzeptes durch Sperrung der Heinzelmannstraße im Bereich der Schraderschulen. Mit Wegfall der Postfiliale wird die Frequenz im Quartier abnehmen, der Durchgangsverkehr kann damit unterbunden werden. Ein Wendehammer auf Höhe des Krautlussweges ist angedacht.

„Schulcampus entsteht“

Die Heinzelmannstraße zwischen den Schraderschulen wird für den Durchgangsverkehr gesperrt und damit zur Aufenthalts- und Begegnungszone zwischen der starken Fußgängerverbindung zwischen Innenstadt und Friedhof sowie dem Schulcampus. Die bisher stark trennende Straßenfläche zwischen den beiden Teilen des Schulgeländes wird entsprechend umgestaltet. Aus Sicherheitsgründen müssen die vorhandenen Einfriedungen entlang der Heinzelmannstraße jedoch bestehen bleiben.

Der westliche Teil des Schulcampus besteht aus dem Bestandsgebäude der Hörmannschule, dem Ersatzneubau der Turnhalle und einer zusätzlichen Erweiterungsfläche für Schulnutzungen entlang des Krautlussweges. Das Gebäude des Kindergartens Naturinsel wird mittelfristig abgebrochen, sodass ein adäquater Außenraum entstehen kann. In Verlängerung des Krautlussweges entsteht ein eigener Fußweg zur Stadtbibliothek. Dies entspricht einer früher dort vorhandenen historischen Wegeverbindung.

Postareal wird Wohnraum

Das bisherige Postareal wird mit einer verdichteten Neubebauung mit Schwerpunkt Wohnnutzung entwickelt. Die Baumasse schließt den Straßenraum und bildet im Innern des Blocks attraktive Außen- und Grünräume. Gegenüber dem Heinzelmannstift entsteht ein ähnlicher Baukörper, der zusammen mit dem Bestand einen städtischen Platz erschließt. Die Heinzelmannstraße wird neu gestaltet, Verkehrsflächen rückgebaut und entsiegelt. Alle diese Ideen müssen jedoch noch mit dem Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt werden, da sich im Umfeld zahlreiche Baudenkmäler befinden, die bei der Baumassenverteilung und der Höhenentwicklung zu berücksichtigen sind.

Wolfgang Becker

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