Stadtrat stellt Jury

Planungswettbewerb für Wohnviertel „Blasius-Blick“ kann beginnen

Baugebiet in Kaufbeuren
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Bereits im März beschloss der Stadtrat, das Bauprojekt „Blasius-Blick“ als europaweiten Wettbewerb ausschreiben zu lassen. 25 Planungspartner können nun Vorschläge erarbeiten und einer Jury vorlegen.
  • VonSelma Höfer
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Kaufbeuren – Der Kaufbeurer Stadtrat brachte vergangene Woche den Realisierungswettbewerb für das Wohnviertel „Blasius-Blick“ auf den Weg. Die Ratsmitglieder bestimmten die Auswahlkriterien sowie das Preisgericht für den Wettstreit der Bauplaner. Somit kann Ende des Monat das Bewerbungsverfahren beginnen.

Bereits im März beschloss der Stadtrat, das Bauprojekt „Blasius-Blick“ als europaweiten Wettbewerb ausschreiben zu lassen. 25 Planungspartner können dann Vorschläge erarbeiten und einer Jury vorlegen. Sollten sich mehr Teilnehmer für den Planungswettbewerb qualifizieren, entscheidet das Los, erklärte Helge Carl, Bauamtsleiter, nun dem Gremium. Denn vorab galt es die Auswahlkriterien festzulegen und eine Jury zu besetzen. Außerdem sollen vier in Kaufbeuren ansässige Planungsbüros direkt am Wettbewerb beteiligt werden, sofern sie den Kriterien entsprechen. Diese vier sind Bauernfeind Architekten, Dobler GmbH & Co. KG Planungsbüro, MSE Architekten GmbH und Stadtmüller.Burkhardt.Graf.Architekten GbR. Die jeweiligen Planungspartner kommen bei den Lösungsvorschlägen vom Hochbau (Architektur) und aus der Freiraumplanung, so Carl.

Regularien für derartige Planungswettbewerbe sehen vor, dass die Jury aus sachverständigen Beratern besteht, erklärte Carl. Diese Richter müssen gleiche Qualifikationen wie die Wettbewerbsteilnehmer mitbringen. Für den „Blasius-Blick“-Wettbewerb wurden fünf solche Fachpreisrichter bestimmt. Als Fachpreisrichter wurden Prof. Georg Sahner, Architekt aus Stuttgart, Ina Laux, Architektin und Stadtplanerin aus München, Ulrich Gläser, Architekt aus Ravensburg, Elke Berger, Landschaftsarchitektin aus München und Helge Carl, Architekt sowie Bau- und Umweltreferent der Stadt. Als stellvertretende Fachpreisrichter stimmte das Gremium für Prof. Ulrich Holzscheiter, Architekt und Stadtplaner aus München, Peter Schübel, Architek der Regierung von Schwaben, Thomas Wirth, Landschaftsarchitekt aus Kitzingen und Christian Mandl, Architekt sowie Abteilungsleiter Hochbau in Kaufbeuren.

Die Experten, so der Vorschlag vonseiten der Stadtverwaltung, sollen von Sachpreisrichtern unterstützt werden. Dafür wurden OB Stefan Bosse und der Stadtrat und Vorsitzende der Gerhard Großmann und Anni Grüßer-Großmann-Stiftung, Ernst Schönhaar, notiert.

An dieser Stelle waren die Stadträte gefragt. Die beiden offenen Sachpreisrichterposten und Stellvertreter für die vier Juryplätze sollten die Fraktionen nun benennen. Da mit Schönhaar ein CSU-Stadtrat dabei ist, verzichte die Fraktion darauf, einen stellvertretenden Preis-Richter zu stellen, sagte Christian Sobl (CSU). Die Besetzung insgesamt finde er gut. „Wir wollen Dr. Ulrike Höhne-Wachter als Richterin entsenden“, sagte Bernhard Pohl für seine Fraktion der Freien Wähler. „Ich glaube die Auswahl ist gut gelungen“, lobte er die genannte Aufstellung des Preisgerichts. „Den Vorschlag der CSU finde ich prima“, lobte Oliver Schill im Namen der Grünen. Seine Fraktion schlage Ulrike Seifert vor. Damit waren Höhne-Wachter und Seifert neben Bosse und Schönhaar als Sachpreisrichter im Rennen.

Ihre Fraktion schlage Martin Valdés Stauber vor, da dieser Stadtsoziologie studierte und unterrichte, sagte Catrin Riedl (SPD). Maximilian Nocker nannte für die Generation KF seine Kollegin Hannah Rieger. Ernst Holy schlug im Namen seiner Fraktion, die Kaufbeurer Initiative, Stadtrat Robert Klauer vor. Zu den SPD-, KI- und Generation KF-Stadträten bestimmten die Anwesenden außerdem Christian Sobl (CSU) und Liegeschaftsreferentin Katrin Moser zu stellvertretenden Richtern.

Ohne Gegenstimmen beschloss das Gremium somit den Planungswettbewerb. Bereits Mitte Juli wird sich die Jury bei ersten Besprechungen beraten.

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