Meinungsaustausch mit Staatssekretärin

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Bernhard Pohl zu Besuch in Berlin bei Staatssekretärin Dorothee Bär.

Berlin/Kaufbeuren – Auch der Kaufbeurer Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl (Freie Wähler) hat sich mit der Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Dorothee Bär (CSU), am Montag im Berliner Ministerium zu einem Meinungsaustausch getroffen.

Im Mittelpunkt standen ebenfalls wichtige Verkehrsprojekte der Region, die an prominenter Stelle im derzeit erarbeiteten Bundesverkehrswegeplan verankert werden sollen. Wie Pohl erklärte, habe er dabei auch neue Aspekte in das Verfahren eingebracht. Momentan werden die Vorhaben bundesweit fachlich bewertet und für das Bundeskabinett vorbereitet, das im Dezember darüber beraten soll, ehe der Bundesverkehrswegeplan dann Anfang des nächsten Jahres in den Deutschen Bundestag eingebracht wird. 

Laut dem Allgäuer Abgeordneten seien sich beide Politiker einig darüber gewesen, dass der Bund insgesamt mehr Geld für die Verkehrsinfrastruktur bereitstellen muss. Pohl betonte, dass auch Bayern künftig prozentual stärker berücksichtigt werden müsse und nahm Ressortchef Alexander Dobrindt und Staatssekretärin Bär in die Pflicht: „Das Bundesverkehrsministerium wird nun schon in der zweiten Legislaturperiode von einem bayerischen Minister und einem bayerischen Staatssekretär geführt. Da erwarte ich schon, dass die besondere Situation Bayerns als größter Flächenstaat Deutschlands und starkes Transitland angemessen gewichtet wird.“ 

Pohl sieht speziell im Allgäu einen großen Nachholbedarf: „Der vierspurige Ausbau der B12 ist für diesen starken Wirtschafts- und Fremdenverkehrsraum unabdingbar notwendig. Auch und gerade der in der Region Kaufbeuren/Ostallgäu zu erwartende starke Zuzug aus dem Raum München lässt eine erhebliche Verkehrszunahme erwarten. Hier müssen die Prognosen deutlich nach oben korrigiert werden, da der Raum München mit einem Zuzug von 300.000 Menschen bis 2030 aus allen Nähten platzt und es insbesondere eine starke Entwicklung in diesem Teil des Allgäus geben wird.“ 

Pohl sprach auch noch weitere Verkehrsprojekte an wie die Ortsumfahrung von Pforzen und die Entlastung der Stadt Füssen. Ein weiterer Schwerpunkt waren die Bahnprojekte. Hier sprach Pohl zunächst die Notwendigkeit einer schnellen Elektrifizierung der Bahnlinie München-Memmingen-Lindau, aber auch eines weiteren Gleises zwischen Pasing und Geltendorf an, um die Fernzüge in das Allgäu von den langsamen S-Bahn-Zügen zu entkoppeln. Auch die Elektrifizierung der anderen Allgäuer Strecken, insbesondere Buchloe- Kaufbeuren-Kempten-Oberstdorf/Lindau und Buchloe-Augsburg dürfe man nicht aus dem Auge verlieren.

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