Hohe Aufklärungsquote

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Die Bilanz der Polizeiinspektion Buchloe liegt im Durchschnitt der letzten Jahre.

Buchloe – In der Statistik der Polizeiinspektion (PI) Buchloe zeigt sich keine signifikante Veränderung gegenüber dem Vorjahr. Dies gilt sowohl für den Bereich der Verkehrsunfälle als auch für die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Zuständigkeitsbereichs.

„Es gibt keine Ausreißer nach oben oder unten“, sagte Erster Polizeihauptkommissar Bernhard Weinberger bei der Vorstellung der Zahlen für das Jahr 2016. „Besonders freuen wir uns natürlich über die hohe Aufklärungsquote von knapp 58 Prozent bei Verkehrsunfällen mit Unfallflucht, bei der wir im Präsidiumsbereich führend sind“, fügt er nicht ohne Stolz hinzu. Die Zahl der Straftaten ging gegenüber dem Vorjahr um elf Prozent zurück. Die Buchloer PI mit insgesamt 35 Beamten umfasst einen Dienstbereich von rund 210 Quadratkilometern mit den Gemeinden Buchloe, Jengen, Kaltental, Lamerdingen, Oberostendorf, Rieden, Waal, Westendorf sowie Untergermaringen als Teil der Gemeinde Germaringen.

Die Verkehrsunfälle (VU) mit Personenschäden sind um 20 Prozent auf 95 Stück angestiegen. „Doch diese Zahl ist nicht aussagefähig, sie kann immer schwanken. Wenn in einem Fahrzeug bei einem Unfall statt einer Person mehrere Personen verletzt werden, hat das natürlich Einfluss auf die Statistik“, erläutert Bernhard Löcherer als zuständiger Verkehrssachbearbeiter. Die Zahl der schwerwiegenden VU mit Sachschäden – wenn ein Bußgeld und Strafpunkte verhängt werden – ging um 22 Prozent auf 105 zurück, während die Kleinunfälle (Ordnungswidrigkeit mit Verwarnung) von 286 auf 307 anstiegen (7,3 Prozent).

Wildunfälle steigend

Die Anzahl der Wildunfälle (170) macht etwa 55 Prozent aller Kleinunfälle aus. Auffällig ist dabei die Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr bei Zusammenstößen mit Hasen (16) und Füchsen (17) sowie bei Greif-/Flugwild auf 7 (2015 nur eines). Auch der Zeitpunkt spielt eine große Rolle: morgens zwischen fünf und sechs Uhr sowie abends zwischen 19 und 22 Uhr. Die Aufklärungsquote bei VU mit Unfallflucht (66) durch den Unfallfluchtfahnder betrug 57,6 Prozent (Vorjahr 50 Prozent). „Diese Personen haben den Straftatbestand erfüllt“, sagte Markus Dösinger, Polizeihauptkommissar und stellvertretender Dienststellenleiter. Während laut Weinberger Unfälle wegen überhöhter Geschwindigkeit schwierig nachzuweisen seien, sieht dies bei verkehrsbedingt nicht angepasster Geschwindigkeit (Nebel, Glatteis usw.) anders aus. Im letzten Jahr erfolgten im Durchschnitt täglich 45 Minuten Geschwindigkeitsmessungen außerhalb und innerhalb von Ortschaften. Zukünftig werden schwerpunktmäßig auch Kontrollen bezüglich Handynutzung durchgeführt.

Straftaten

Die Zahl der Straftaten ging gegenüber dem Vorjahr (876) um 94 Fälle oder 11 Prozent auf 782 Fälle zurück. Die Zahl liegt damit auch unter dem langjährigen Durchschnitt von 809 Fällen. Besonders auffällig ist der Rückgang bei den Diebstählen von 278 auf 210 (-25 Prozent), insbesondere bei den einfachen Diebstählen und auch bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten von 173 auf 130 Fälle (-25 Prozent). Die Zahl der Wohnungseinbrüche ging von 13 auf elf zurück.

In der Gewaltkriminalität waren 2016 erfreulicherweise kein Tötungsdelikt und keine überfall­artige Vergewaltigung zu verzeichnen. Gefährliche Körperverletzungen stiegen von 15 auf 22 Fälle an. Bei Fahrraddiebstählen ist ein Rückgang von 48 auf 33 Fälle zu verzeichnen. Die Steigerung der Fallzahlen im Bereich der Rauschgiftdelikte von 42 auf 58 Delikte zeugt von verstärkten Kontrollen in diesem Bereich. Die größte Gruppe der Tatverdächtigen (460) ist bei den 30- bis 39-Jährigen mit 91angesiedelt. Aber auch über 60-Jährige (46) und unter 14-Jährige (zwölf) befinden sich darunter.

von Wolfgang Becker

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