Polizei will mit Aufklärungskampagne in Kaufbuerer Innenstadt wachrütteln

Präventive Polizei-Aktion

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Christine Hoffmann (li.) und Karen Meier-Westphal von der Polizei Kaufbeuren klären über Gefahren im Straßenverkehr auf.

Kaufbeuren - Nur einmal kurz im Straßenverkehr aufs Smartphone geschaut und schon kommt es zum Crash – um solch einem Szenario bestmöglich vorzubeugen, startete die Polizeiinspektion Kaufbeuren jüngst in der Fußgängerzone eine Aufklärungsaktion, die vor allem junge Menschen für die Gefahren sensibilisieren soll, die mit Handynutzung und Kopfhörern im Straßenverkehr einhergehen.

Die Aufklärungskampagne fand im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramms „Bayern mobil – sicher ans Ziel“ des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr statt, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Zahl der Verkehrsunfälle und Verkehrstoten zu reduzieren.

Verkehrsteilnehmer aller Art und insbesondere Schüler wurden bei der Aktion von den Polizisten angesprochen, auf Risikoverhalten hingewiesen und mit Info-Material zum Thema versorgt, das entsprechende Denkanstöße liefern soll. Durch die Aktion wolle man „wachrütteln, durch den erhobenen Zeigefinger an reale Konsequenzen erinnern, die alltägliche Unachtsamkeit und Ablenkungen mit sich ziehen können“, so Polizistin Christine Hoffmann.

Dabei solle die Polizei auch in dieser Präventivmaßnahme als Ansprechpartner und nicht etwa als strafende Instanz wahrgenommen werden. Das bestätigt auch Kollege Stefan Horend: Man wolle gemeinsam mit den Bürgern zu mehr Sicherheit im Verkehr beitragen. Die Versuchung, sich hier durch technische Geräte ablenken zu lassen, sei groß und so gebe es in diesem Bereich Horend zufolge oftmals Wiederholungstäter. Nichtsdestotrotz sei die Intention der Maßnahme, das Bewusstsein der Fußgänger, Rad- und Autofahrer zu schärfen.

Tatsächlich regen die Zahlen und Fakten zu diesem Thema zum Nachdenken an: Nach einer Erhebung des Allianz Zentrums für Technik nutzt beispielsweise etwa die Hälfte aller Autofahrer ihr Handy während der Fahrt, isst oder trinkt, und sucht oder bückt sich beim Fahren nach Gegenständen. Dabei ist am Steuer bereits der Griff zum Handy gesetzlich verboten und kann mit einem Bußgeld von 60 Euro sowie einem Punkt in Flensburg bestraft werden. Telefonierende Radfahrer müssen mit einem Bußgeld von 25 Euro rechnen.

Fest steht auch: Bei Kopfhörermusik benötigt der Musikhörer eine deutlich längere Reaktionszeit auf unvorhergesehene Verkehrsereignisse. Und bei einer Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde legt ein Fahrzeug, dessen Fahrer auch nur für eine Sekunde abgelenkt ist, bereits eine Distanz von circa 15 Metern zurück.

Mehr Vorsicht und Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer untereinander wäre im Hinblick dieser potenziellen Gefahren also wünschenswert und im Sinne aller Beteiligten.

von Mahi Kola

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