Kontrollen auch in Buchloe

Polizei zeigt Einsatz am länderübergreifenden Sicherheitstag

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Auch in Buchloe kontrollierten Polizeibeamte stichprobenartig Ausweise von Reisenden und auch der Gepäck. Diese Aktion fand im Rahmen eines länderübergreifenden Sicherheitstages statt.

Buchloe – „Guten Tag, Polizeikontrolle, Ihren Ausweis bitte“. Diesen Satz bekamen am Dienstag in der Mittagszeit einige Fahrgäste der Bahn zu hören. „Normalerweise ist es eine Routinekontrolle“, sagte Bernhard Weinberger, Leiter der Polizeiinspektion Buchloe, unserer Zeitung. Diese Kontrolle fand jedoch öffentlichkeitswirksam im Rahmen eines länderübergreifenden Sicherheitstages der Polizei statt.

In ganz Bayern und in den Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland hatte man bewusst die Presse zu den ausgewählten Einsatzszenarien und Kontrollen eingeladen. Ziel sollte es sein, das umfangreiche Einsatzgeschehen und die breit gefächerten Maßnahmen der Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung hatten die Innenminister der beteiligten Bundesländer im Juni dieses Jahres unterzeichnet.

„Unsere Kolleginnen und Kollegen kontrollieren bei dieser Stichprobe nicht nur Ausweise sondern auch Gepäckstücke auf Auffälligkeiten und Drogen“, sagte Weinberger. Die Kontrolle am Bahnhof war an diesem Tag nicht die einzige Aktion. Buchloes Polizei kontrollierte in den Morgenstunden bereits die Meldezettel in den örtlichen Hotels und Pensionen. Für den Nachmittag stand eine Fahrzeugkontrolle auf der B12 auf der Agenda.

Rechtlich gesehen darf die Polizei ohne Anlass oder Verdacht Kontrollen im öffentlichen Raum wie beispielsweise an Bahnhöfen durchführen. „Buchloe ist in der Region ein großer Umsteigebahnhof, deswegen schauen wir genau hin, besonders auf Drogenbesitz“, betonte Weinberger.

Bei der Aktion am Buchloer Bahnhof waren zwei uniformierte und zwei Zivilbeamte der Ermittlungsgruppe im Einsatz. Für die nachmittägliche Verkehrskontrolle auf der B12 waren aber aus Sicherheitsgründen mindestens sechs oder sieben Beamtinnen und Beamte im Einsatz.

Im gesamten Allgäu waren an diesem Tag Polizeibeamtinnen und -beamte der einzelnen Polizeiinspektionen unterwegs, um die „Sicherheit im öffentlichen Raum“ sichtbar zu gewährleisten. So gab es in Kaufbeuren einen Infostand zur Kriminalprävention und eine Schulweg­überwachung. Die Polizei in Bad Wörishofen überwachte das Verkehrsgeschehen in der Fußgängerzone. Auch hier zeigte man an einem Infostand Präsenz. In Füssen waren Buskontrollen und Verkehrskontrollen im Bereich Hohenschwangau angesetzt. Auch in vielen anderen Polizeiinspektionen gab es verstärkte Verkehrskontrollen, nicht immer zur Freude der Autofahrer, die nicht angeschnallt oder mit Handy am Ohr erwischt wurden.

Bereits im März war das Polizeipräsidium Unterfranken mit der Konzipierung und Durchführung eines länderübergreifenden Sicherheitstages in Bayern beauftragt worden. Die gemeinsame Verantwortung für die jetzige Aktion war den Polizeipräsidien Schwaben Nord und Schwaben Süd/West übertragen worden.

Zielrichtung des gemeinsamen Aktionstages soll die positive Beeinflussung der Sicherheit im öffentlichen Raum sein. Bei der Polizei weiß man, dass besonders Straftaten im öffentlichen Raum das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung oft negativ beeinflussen.

von Siegfried Spörer

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