Verabschiedung des Leiters der PI Marktoberdorf in den Ruhestand und Amtseinführung des Nachfolgers

Ein Oberbayer im Allgäu

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Übergabe: Helmut Maucher (von links) mit seiner Frau Mona und Alfred Immerz mit seiner Frau Marianne. Rechts Werner Strößner vom Polizeipräsidium in Kempten.

Marktoberdorf – Er ist in der Nachbarstadt am Lech zu Hause, mit ihm übernimmt ein Oberbayer die Leitung der Inspektion: Helmut Maucher aus Schongau ist der neue Chef der Polizeidienststelle in Marktoberdorf. Der 53-Jährige Polizeibeamte war bereits sechs Jahre beruflich im Ostallgäu. Seit 2011 hatte er die Verfügungsgruppe der Inspektion Füssen geführt, wo er zugleich stellvertretender Leiter war.

Helmut Maucher wurde bei einer Feier im Marktoberdorfer Rathaus von Polizeipräsident Werner Stößner aus Kempten in das Amt eingeführt. Er wird Nachfolger von Alfred Immerz, der seinen eigenen Worten zufolge als „Pensionist mit 60“ den Ruhestand antritt und da vor allem mehr Zeit für seine Frau Marianne und mehr Zeit für Begegnungen haben möchte.

Die Verabschiedung des bisherigen Inspektionsleiters Immerz, der 43 Jahre bei der bayerischen Polizei war und davon einen Großteil in Marktoberdorf (zuletzt neun Jahre verantwortlich), war Aufgabe von Werner Strößner. Der Chef des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West mit Sitz in Kempten führte auf der gleichen Feier zudem Helmut Maucher als Nachfolger in das Amt ein.

Marktoberdorf ist im Ostallgäu (ohne Kaufbeuren) eine von drei Polizeiinspektionen (PI). Diese haben in Füssen, Buchloe und Marktoberdorf ihren Sitz. In Pfronten gibt es noch eine Station, die aber organisatorisch der Inspektion Füssen zugeordnet ist. Bei der PI Marktoberdorf führt der Leiter ein Team, das 39 Sollstellen umfasst. In Füssen und Schongau sind es im Vergleich mehr Kollegen, in Buchloe etwas weniger.

Für die Stelle gab es eine Vielzahl von Bewerbern, hieß es auf der Feier. „Es erwarten Sie spannende und herausragende Aufgaben“ wandte sich Polizeipräsident Strößner an Helmut Maucher, der mit seiner Gattin Mona, die Stadträtin in Schongau ist, zwei erwachsene Kinder hat. Mit Blick zu dessen Frau ergänzte Stößner, die Anrufe daheim werden wohl im Vergleich zur bisherigen Aufgabe als Verfügungsgruppenleiter in Füssen noch zunehmen.

Maucher ist seit 36 Jahren im Beruf. 1981 begann er die Ausbildung bei der Bereitschaftspolizei in Königsbrunn. Danach war er beim Einsatzzug in Weilheim. Fast 20 Jahre war er Dienstgruppenleiter in Schongau, ehe er im Juli 2011 nach Füssen wechselte.

Maucher betonte bei seiner Antrittsrede, dass er eine gute Zusammenarbeit mit Sicherheitsbehörden und den „Blaulicht-Organisationen“ anstrebe. Und er formulierte den Anspruch: „Mir ist wichtig, dass jeder Polizeibeamte dazu beiträgt, das Vertrauen der Bürger zu rechtfertigen.

Mit launigen Worten würdigte Polizeipräsident Strößner, dass der bisherige Inspektionschef Alfred Immerz eine feste Größe in Marktoberdorf und unter den Polizeikollegen gewesen sei, wenngleich bei Eintragungen in dessen beruflichen Papieren einmal von 1,80 und ein anderes Mal von 1,82 Meter die Rede war. Immerz hatte seine Ausbildung bei der Bayerischen Bereitschaftspolizei in Königsbrunn 1974 begonnen. Ebenso wie sein Nachfolger Maucher studierte er später noch an der Beamtenfachhochschule in Fürstenfeldbruck. Die hohe Aufklärungsquote bei den Straftaten (über 70 Prozent) sei im Allgäu und auch bayernweit einmalig und spräche für die zielstrebige Arbeit des PI-Chefs Immerz, der übrigens als Vorsitzender des FC Ebenhofen ehrenamtlich weiter am Ball bleiben wird.

Grußworte sprachen die Landtagsabgeordneten Angelika Schorer und Dr. Paul Wengert, Landrätin Maria Rita Zinnecker und Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell. Musikalisch wurde die Feier von der fünfköpfigen Tanzlmusik des Polizeiorchesters Bayern gestaltet. Landrätin Zinnecker meinte zur Verantwortung als Inspektionschef, dieser Dienst sei „alles andere als ein Zuckerschlecken“. Bürgermeister Hell freute sich über die „lückenlose Nachbesetzung“. Am bisherigen PI-Chef wusste er zu schätzen, dass Immerz bei der Sicherheit für die Bürger keine Kompromisse eingegangen sei.

MdL Wengert hob die Konstanz hervor; dafür sprächen 32 Jahre Polizeiarbeit in der Kreisstadt. Angelika Schorer meinte, Immerz habe sich mit dem Umzug der PI in das neue Gebäude „ein Denkmal gesetzt“. Maucher hieß sie als „Oberbayern im Allgäu“ willkommen.

jj

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