Präsentation des Full-Line-Programms

Richtfest für die neue Halle beim Fendt-Forum

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Ein großer Fendt Vario am Tor zur Halle. Im Juli soll sie bezogen werden.

Marktoberdorf – Bei Fendt spricht man vom Full-Line-Programm; gemeint ist damit die gesamte Bandbreite der Produktion, vom Traktor über Mähwerk, Heuwender und Ladewagen bis zum Mähdrescher und zur Spritzmaschine, wie Pressesprecher Sepp Nuscheler erklärte. All diese großen technischen Erzeugnisse kann der Hersteller bald in einer großen Halle präsentieren, wofür neulich Richtfest war.

Das Unternehmen investiert circa 6,5 Millionen Euro in das 70 Meter lange, knapp 40 Meter breite und 13 Meter hohe Gebäude, das westlich des bestehenden Fendt Forums errichtet wird. Fendt-Chef Peter-Josef Paffen bezeichnete es als wichtiges „Schaufenster“ (wir berichteten) und sah darin ein Spiegelbild dafür, wie sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren entwickelt hat.

Mit leichter Verspätung war Paffen, der Vorsitzende der AGCO/Fendt-Geschäftsführung, zusammen mit anderen führenden Vertretern zum Richtfest gekommen. Er hatte sich in seiner Rede dafür entschuldigt. Man habe noch wichtige Geschäfte getätigt, sprich Schlepper verkauft – damit man sich das da leisten könne, witzelte Paffen und blickte hinüber zu der großen Halle.

Diese ist dreimal so groß wie die erste Ausstellungsfläche mit 800 Quadratmetern, die 2006 geschaffen wurde. Überhaupt sei beim Bau des Kundenzentrums Fendt Forum nach der Salami-Taktik vorgegangen worden, rief der Vorsitzende der Geschäftsführung das „Wachsen in Etappen“ in Erinnerung.

„Wachsen in Etappen“

Vor zehn Jahren, 2009, kam der zweite Bauabschnitt dazu. Das waren Dieselross-Restaurant, Kino, Präsentationsräume und Büros für die ständig wachsende Marketingabteilung.

Als drittes wurden 2013 ein repräsentativer Eingang, ein Fendt-Shop, die Markenpräsentation, eine bessere Organisation der Werksführung, noch mehr Meetingräume realisiert. Vor allem aber wurde die Zahl der Fendt Marketing-Arbeitsplätze verdoppelt.

Nun ist die neue Halle mit 2400 Quadratmeter Fläche der inzwischen vierte Bauabschnitt. Sie dient dazu, das Fendt-Full-Line-Programm zu zeigen, ist aber auch für große Veranstaltungen geeignet. Werden die Maschinen aus der Halle geräumt – was über die zwei großen Tore möglich ist – kann das Gebäude bis zu 2000 Menschen aufnehmen.

Beim Richtfest nannte Paffen nochmals die Zielmarken, die angepeilt werden: 19.000 Traktoren will AGCO/Fendt herstellen und verkaufen, im Jahr 2020 sollen es sogar 20.000 Traktoren sein.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung wünschte sich weiterhin einen unfallfreien Verlauf. Und zudem, dass dieses Projekt im Kostenrahmen bleibe. Die Planer, Handwerker, Mitarbeiter und Chefs der beteiligten Firmen haben dies auf dem Richtfest sehr wohl vernommen. Im Juli 2019 – also zwölf Monate nach der Grundsteinlegung und 18 Monate nach dem Start der Planung – soll die neue Full-Line-Halle beim größten Arbeitgeber des ganzen Landkreises Ostallgäu fertiggestellt werden.

jj

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