Eine Wunderwelt aus Glas

Präsident des Bundes der Vertriebenen besucht Isergebirgs-Museum in Neugablonz

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Interessiert nehmen MdB Stephan Stracke (v. li.), Professor Dr. Bernd Fabritius, Quartiersmanagerin Sylwia Pohl, Stadträtin Gertrud Gellings und weitere Gäste am Rundgang durch das Isergebirgs-Museum teil. Gertrud Hofmann (re.), stellvertretende Stiftungsratsvorsitzende und eine der letzten Zeitzeugen, führt durch die vielfältigen Stationen.

Kaufbeuren-Neugablonz – Auf Einladung von MdB Stephan Stracke war der Präsident des Bundes der Vertriebenen, Professor Dr. Bernd Fabritius, vergangenen Dienstag in Kaufbeuren zu Besuch, und ließ es sich bei der Gelegenheit nicht nehmen, an einem Rundgang durch das Isergebirgs-Museum teilzunehmen.

Interessierten Besucher eröffnet das Museum die Möglichkeit, sich in einer „Wunderwelt aus Glas“ zu bewegen und persönliche Einblicke in die Schicksale der Isergebirgler zu gewinnen, die 1945 Haus, Habe und Heimat verloren. Gertrud Hofmann als stellvertretende Stiftungsratsvorsitzende des Isergebirgs-Museums führte die Gästegruppe am Dienstag durch die vielfältigen Stationen des Museums: Wie der Stadtteil Neugablonz zu einem internationalen Zentrum des Modeschmucks wurde, konnten die Gäste anhand der Lebensgeschichten der Menschen nachempfinden, die von Verlust, aber auch von Überlebenswillen und Hoffnung geprägt waren. Von der Brosche aus Kartoffelteig bis zur extravaganten Gürtelschnalle für Marlene Dietrich lässt sich der Weg der Gablonzer an den Schmuckstücken ablesen. Neben dem größten Exponat des Museums, ein VW Käfer Baujahr 1954, finden sich noch weitere spannende Ausstellungsobjekte. Von der sudetendeutschen Kunstfertigkeit zeigte sich auch Professor Fabritius begeistert und gab sein Versprechen, „ganz bestimmt wiederzukommen“. 

Mahi Kola 


Fabritius besuchte am Dienstag zudem, das Kaufbeurer Rathaus. Im Alten Sitzungssaal verfolgte er sehr interessiert die Schilderungen von Kaufbeurer Bürgern, die ab Ende der 1990er Jahre aus ganz unterschiedlichen Regionen oder Ländern der ehemaligen UdSSR nach Kaufbeuren kamen. Ein ausführlicher Bericht hierzu folgt in der nächsten Ausgabe.

kb

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